Mittwoch, 06. Juni 2018

„Charlie Hebdo”: Aufzeichnungen gehen ins Stadtarchiv

Die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo” will tausende Dokumente zu dem Anschlag vom Jänner 2015 an das Pariser Stadtarchiv übergeben.

2015 starben 12 Menschen, darunter einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs, im Büro von "Charlie Hebdo". - Foto: APA (AFP)
2015 starben 12 Menschen, darunter einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs, im Büro von "Charlie Hebdo". - Foto: APA (AFP)

Der Redaktionsleiter Riss sagte, darunter seien zahlreiche Briefe und Zeichnungen, die nach dem Attentat eingegangen seien. Es habe damals sehr viele Solidaritätsbekundungen gegeben, aber auch Hass-Botschaften. 

„All das gehört zur Geschichte der Stadt Paris“, betonte Riss. Archivdirektor Guillaume Nahon unterstrich, die Sammlung sei „sehr reichhaltig” und ergänze die Dokumente zu den öffentlichen Reaktionen auf die Anschläge vom November 2015 mit 130 Toten. Das Archiv will die Unterlagen zunächst sichten und dann der Öffentlichkeit und Forschern zugänglich machen. Dem muss der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung im Juli noch zustimmen.

Am 7. Jänner 2015 hatten zwei Islamisten die Redaktion von „Charlie Hebdo” überfallen und zwölf Menschen erschossen, darunter einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs. Die Zeitung hatte zuvor immer wieder Drohungen wegen Karikaturen des Propheten Mohammed erhalten. Unter dem Schlagwort „Je suis Charlie” (”Ich bin Charlie”) löste der Anschlag international eine Welle der Solidarität aus.

apa/ag.

stol