Die erste Auslieferung von insgesamt einer Million Exemplaren war in Frankreich binnen kürzester Zeit ausverkauft, im Laufe des Tages sollen weitere Exemplare auf den Markt kommen.Die Gesamtauflage wurde auf fünf Millionen erhöht.Statt drei Millionen würden nun fünf Millionen Exemplare gedruckt, gab der Vertrieb MLP am Vormittag bekannt. Die neue Ausgabe war bereits in der Früh in allen 27.000 Kiosken Frankreichs ausverkauft, wie die Presse-Handelsvereinigung UNDP mitteilte. Normalerweise erscheint „Charlie Hebdo“ mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren.Insgesamt sollen drei Millionen Zeitungen bis Samstag an die Verkaufsstellen gehen, die restlichen zwei Millionen bis kommenden Mittwoch.Stimmen zum Heft"Ich war heute Morgen bereits in fünf Buchhandlungen, es ist jetzt noch vor sieben Uhr", berichtet er. "Aber es gab keine einzige Zeitschrift, alle schon weg. Ich glaube, die Händler hätten gerne mehr viel höhere Stückzahlen gehabt, die hätten sie sicher auch verkauft. Jetzt stehe ich hier Schlange, beim letzten Laden, der noch aufmacht, und will versuchen, eine Zeitung zu bekommen, als Erinnerung an die Demo am Sonntag."Und dann ging der Verkauf auch hier los, in dem Laden, der explizit darauf verwies, ein "Charlie"-Unterstützer zu sein, und dessen Besitzerin sich tatsächlich über zu wenig Ware beklagte."Wir haben 30 Stück davon bekommen, hatten aber 515 bestellt. Wir haben rund 200 Reservierungen und können nicht liefern, wir haben nicht genug. Wir brauchen mehr davon."Und so mussten dann viele Kunden vorerst ohne "Charlie Hebdo" weggehen, da kam bei manch einem Enttäuschung auf."Ich bin extra aufgestanden, um herzukommen und eine Zeitung davon zu kriegen, habe aber keine und bin enttäuscht. Ich fahre jetzt los und hole sie woanders.""Ich muss Charlie haben. Wir alle sind Charlie.""Man hat mir gesagt, es gebe 200 Reservierungen, aber nur 30 Zeitungen, also heißt es warten. Die Auslieferung dauert wohl einige Tage. Ich bin ein bisschen enttäuscht."dpa