Dienstag, 13. Januar 2015

„Charlie-Hebdo“: Komplizen droht Auslieferung

Er wollte sein Kind zu Dschihad-Krieger ausbilden lassen und wurde an Bulgariens Grenze wegen Kindesentführung festgehalten. Dann entpuppt sich der 29-jährige Franzose Fritz-Joly Joachin als Mitstreiter der „Charlie Hebdo“- Attentäter. Er könnte demnächst nach Frankreich ausgeliefert werden.

An Bulgariens Grenze zur Türkei ist Fritz-Joly Joachin, ein mutmaßlicher Komplize der „Charlie Hebdo“-Attentäter, festgenommen worden.
An Bulgariens Grenze zur Türkei ist Fritz-Joly Joachin, ein mutmaßlicher Komplize der „Charlie Hebdo“-Attentäter, festgenommen worden.

Laut einem europäischen Haftbefehl soll der 29-Jährige Teil einer islamistischen Gruppierung in Paris gewesen sein. 2014 soll er mehrmals Kontakt mit Cherif Kouachi, einem der beiden Brüder des "Charlie-Hebdo"-Anschlags, gehabt haben, sagte der bulgarische Anwalt des Verdächtigen. Dieser bestreite jegliche Verbindungen zu Anschlägen

Wegen Entführung aufgehalten

Der 29-jährige Mann war bereits in der Silvesternacht am Grenzübergang zur Türkei bei Kapitan Andreewo von der bulgarischen Grenzpolizei festgehalten worden, allerdings wegen des Vorwurfs der Kindesentführung. Inzwischen aber traf in Bulgarien ein europäischer Haftbefehl wegen Terrorverdachts ein, sagte Innenminister Wesselin Wutschkow dem staatlichen Radio in Sofia.

Kind zum Dschihad-Krieger ausbilden 

Der mutmaßliche Mitstreiter der „Charlie Hebdo“-Attentäter soll geplant haben, seinen dreijährigen Sohn über die Türkei nach Syrien zu bringen, um ihn dort zum Dschihad-Krieger ausbilden zu lassen. Der Festgenommene soll sich vor 15 Jahren zum Islam bekannt haben, sagte Staatsanwältin Slawowa aufgrund von Angaben seiner Frau.

dpa

stol