Mittwoch, 19. Oktober 2016

Christen feiern Befreiung von irakischer Stadt Karakosch

Hunderte Christen aus der Stadt Karakosch haben den Einsatz der irakischen Regierungstruppen zur Befreiung ihres Heimatorts von der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefeiert. „Heute ist ein glücklicher Tag. Es gibt keinen Zweifel, dass unsere Heimat befreit wird, und wir danken Gott, Jesus Christus und der Jungfrau Maria“, sagte einer der Feiernden, Hasem Jeju Cardomi, am Dienstag in Erbil.

Auch in Arbil feierten Christen die Befreiung der Stadt Karakosch.
Auch in Arbil feierten Christen die Befreiung der Stadt Karakosch. - Foto: © APA/AFP

Die Regierungstruppen hatten zuvor mehrere Viertel von Qaraqosh zurückerobert. Die Stadt 15 Kilometer südöstlich von Mossul wurde seit August 2014 von den Dschihadisten kontrolliert. Es ist unklar, ob sich noch IS-Kämpfer in der Stadt befinden. Vor der Blitzoffensive der IS-Miliz im August 2014 lebten rund 50.000 Menschen in Karakosch, die meisten von ihnen Christen, doch zwang der Vormarsch der sunnitischen Extremistengruppe praktisch alle Einwohner zur Flucht.

Großoffensive zur Rückeroberung von Mossul gestartet

Karakosch war die größte christliche Stadt des Irak. George Jahola, ein christlicher Flüchtling aus Karakosch, sagte bei den Feiern in Erbil, auch wenn ihre Häuser zerstört seien, wollten die Einwohner in ihre Heimatstadt zurückkehren. Die irakische Armee hatte in der Nacht auf Montag mit der Unterstützung kurdischer und schiitischer Milizen eine seit langem erwartete Großoffensive zur Rückeroberung von Mossul gestartet. Es wird aber ein langwieriger Kampf um die Großstadt erwartet.

apa/afp

stol