Montag, 07. November 2016

Clinton geht mit Vorsprung ins Wahlfinale – aber Sieg nicht sicher

Nur noch ein Tag, dann wird in den USA gewählt. Das FBI spricht Hillary Clinton ein weiteres Mal von kriminellem Verhalten in der E-Mail-Affäre frei. Hilft ihr das auf dem Weg über die Ziellinie?

Die entscheidende Woche ist angebrochen: Wer wird neuer Präsident oder erste Präsidentin der USA?
Die entscheidende Woche ist angebrochen: Wer wird neuer Präsident oder erste Präsidentin der USA?

Die US-Demokratin Hillary Clinton geht als Favoritin ins Wahlkampffinale – aber einen Sieg über ihren republikanischen Rivalen Donald Trump am 8. November hat sie nicht sicher in der Tasche.

Möglichen neuen Rückenwind erhielt Clinton am Sonntag durch die Mitteilung der Bundespolizei FBI, nach der auch eine zweite Runde von Ermittlungen in der E-Mail-Affäre keine Anhaltspunkte für kriminelles Verhalten ergeben hat.

Viele Experten bezweifelten aber, dass sich das in dieser späten Wahlkampfphase noch in einem deutlichen Stimmenschub widerspiegeln wird: Über 40 Millionen Amerikaner haben bereits gewählt.

Trump attackiert Clinton noch einmal

Trump selber erneuerte am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Michigan seinen Vorwurf eines „total manipulierten Systems“. Clinton sei „schuldig, sie weiß es, das FBI weiß es, die Leute wissen es. Nun ist es in den Händen des amerikanischen Volkes, am 8. November an den Wahlurnen der Gerechtigkeit Genüge zu tun“.

Clinton 5 Punkte vor Trump

Umfragen am Sonntag – vor der FBI-Mitteilung – zeigten Clinton US-weit mit einem Vorsprung von bis zu fünf Prozentpunkten vor Trump. Sie deuten auch auf eine solide Führung für die Demokratin bei den Stimmen im Wahlmännergremium hin, das am Ende den Präsidenten entsprechend den Ergebnissen in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt.

In einigen wenigen hatte sich das Gewicht zuletzt etwas zugunsten von Trump verschoben. Aber er müsste weiterhin eine Serie der umkämpften Staaten hinzugewinnen, um Clinton zu schlagen – schwer, aber nicht unmöglich.

So will denn Trump auch am letzten Tag vor der Wahl noch einmal durch mindestens fünf Staaten spurten, Clinton plant Auftritte in mindestens drei – darunter einen mit Präsident Barack Obama und First Lady Michelle in Pennsylvania und einen weiteren in North Carolina um Punkt Mitternacht, wenn der offizielle Wahltag in den USA anbricht.

dpa

stol