Freitag, 01. Juli 2016

Clintons E-Mail-Affäre: Lynch betont ihre Unabhängigkeit

US-Generalstaatsanwältin Loretta Lynch hat versichert, dass die Ermittlungen zur E-Mail-Affäre von Ex-Außenministerin Hillary Clinton unabhängig von Parteiinteressen geführt werden.

Hillary Clinton
Hillary Clinton - Foto: © LaPresse

Lynch sah sich massiven Zweifeln an ihrer Neutralität ausgesetzt, nachdem sie sich mit Bill Clinton, Hillarys Mann, getroffen hatte. Sie erklärte daraufhin am Freitag: „Die Ermittler handeln unabhängig, sie halten sich an das Gesetz, sie schauen sich die Fakten an.“

Die wahrscheinliche demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin ihre E-Mail-Kommunikation über einen privaten Server abgewickelt.

Gegenstand der Ermittlung ist, ob sie darauf auch vertrauliche Informationen verschickte oder empfing. Lynch wäre als Generalstaatsanwältin für die Anklage zuständig.

Mehrere Abgeordnete, darunter auch Demokraten, sahen in dem Treffen zwischen ihr und dem Ex-Präsidenten einen Interessenkonflikt. Lynch ist Demokratin. Sie sagte, sie könne solche Bedenken verstehen. Es gehe nun darum, dass die Ermittler ihre Rückschlüsse ziehen müssten.

Sie werde sich dann an deren Empfehlungen halten. Sie machte zudem noch einmal deutlich, dass es bei dem Treffen nicht um die E-Mail-Affäre gegangen sei, sondern um private Dinge.

dpa

stol