Donnerstag, 09. August 2018

Conte: „Mittelmeer ist kein Friedhof mehr“

Der italienische Premier Giuseppe Conte ist stolz auf die Resultate des neuen Einwanderungskurses seines Kabinetts. Seit seinem Amtsantritt sei die Zahl der Migrantenankünfte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 85 Prozent zurückgegangen, erklärte der Premier am Mittwoch in Rom.

Die Migrantenankünfte sind zurückgegangen, erklärte Premier Giuseppe Conte.
Die Migrantenankünfte sind zurückgegangen, erklärte Premier Giuseppe Conte. - Foto: © APA/AFP

Er sei stolz darauf, dass das „Mittelmeer nicht mehr ein Friedhof für Migranten ohne Namen“ sei, so Conte.

Italien werde oft beschuldigt, seine Häfen geschlossen zu haben, meinte der Regierungschef auf einer Pressekonferenz. „In Wahrheit haben wir mit unserem rigorosen Kurs niemals die humanitäre Migrantenrettung infrage gestellt. Wir haben stets die Präsenz unserer Schiffe im Mittelmeer und die Möglichkeit, gefährdete Personen aufzunehmen, gesichert. Wir haben aber unsere Haltung geändert. Der bisher von Italien verfolgte Kurs hat in 15 Jahren 34.000 Tote im Mittelmeer verursacht“,

„Wir sind an der Lösung der Einwanderungsproblematik mit einer vernünftigen Haltung interessiert. Wir haben auch in Europa einen Wandel erzwungen und ein europäisches Engagement bei der Flüchtlingsproblematik erreicht. Dies ist ein großes Resultat, das wir weiter ausbauen wollen“, erklärte der seit Juni amtierende Premier.

apa

stol