Montag, 02. Mai 2016

Dänische Grenzkontrollen gehen bis Anfang Juni weiter

Dänemark überprüft bis mindestens Anfang Juni weiter stichprobenartig Reisende an der deutschen Grenze.

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Am Montag verlängerte die dänische Regierung die Grenzkontrollen um 30 Tage bis zum 2. Juni. Integrationsministerin Inger Stöjberg begründete das mit den systematischen Kontrollen der Schweden an der Grenze zu Dänemark.

„Wenn Asylbewerber ohne korrekte Papiere nicht weiter nach Schweden reisen können, besteht weiter ein ernsthaftes Risiko, dass viele Flüchtlinge und Migranten hier im Land stranden könnten“, sagte Stöjberg laut einer Mitteilung.

Zugleich gebe es eine große Zahl nicht registrierter Flüchtlinge etwa in Deutschland, die sich auf den Weg nach Dänemark machen könnten. „Eine solche Ansammlung könnte die öffentliche Ordnung und innere Sicherheit in Dänemark gefährden.“

Das Land überprüft Ausweise an der deutschen Grenze, seit Schweden als Reaktion auf die hohen Flüchtlingszahlen Anfang Jänner Passkontrollen am Öresund eingeführt hat. Bisher hat Dänemark die Kontrollen jedes Monat verlängert. In der vergangenen Woche wurden 45 Asylbewerber neu in Dänemark registriert.

Medienberichten vom Wochenende zufolge sollen allgemein die Kontrollen an den Schengen-Binnengrenzen verlängert werden. Seit einer Ausnahmeregelung, die am 12. Mai ausläuft, kontrolliert auch Deutschland wegen der Flüchtlingszuwanderung wieder die Grenze zu Österreich. 

apa/dpa

stol