Doch wer hat den Großwettbewerb eigentlich beschlossen und warum? Und wie lange sind die Stellen schon vakant? Team K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder wollte sich mit einer Anfrage Klarheit verschaffen.<BR /><BR />Und die Antwort von Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigt: Einige Stellen sind bereits seit Jahren vakant. Bereits seit Oktober 2020 z.B. das Grundbuchamt Welsberg. Seit dem 1. Jänner 2022 fehlt der technische Direktor der RAS, seit Mitte 2022 der Direktor im Amt für Bewertung biomedizinischer Technologien im Sanitätsbetrieb. Und immerhin seit 2023 sind u.a. der Straßendienst Unterland, die Verwaltung des Versuchszentrums Laimburg, das ladinische Kulturinstitut „Micurá de Rü“ und das Berufsbildungszentrum Bruneck ohne Führungskraft. <BR /><BR />Seit Einführung des neuen Führungskräftegesetzes gibt es übrigens keine Stellvertreter für diese Positionen mehr, sondern nur mehr erste Mitarbeiter. Die haben jedoch viel weniger Kompetenzen. <h3> Problematische Situation</h3>Entsprechend problematisch sieht Rieder die Vakanz solcher Stellen: „Es ist unverantwortlich, wie lange Führungspositionen unbesetzt bleiben. Es bleibt die Frage offen, warum mit der Ausschreibung mancher Wettbewerbe so lange gewartet wird.“ Unter den nun blockierten Wettbewerben sind auch 5 Direktionen im Schulbereich: Neben dem Berufsbildungszentrum Bruneck und der Musikschule Gröden auch das Berufsbildungszentrum „E. Hellenstainer“ in Brixen, der deutschsprachige Kindergartensprengel Mühlbach sowie die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach, Neumarkt und Tisens.<BR /><BR />Beschlossen hat den Großwettbewerb laut Kompatscher die Kommission für die Führungskräfte des öffentlichen Landessystems – „in Erwägung der großen Anzahl der vakanten Führungspositionen“, so Kompatscher. <BR />Und wie geht es weiter? „Eine sofortige Fortführung des Wettbewerbes nach der durchgeführten Vorauswahl ohne Berücksichtigung der komplexen rechtlichen Situation könnte nicht zuletzt zu weiteren Verzögerungen führen“, antwortet Kompatscher. Die Besetzung der vakanten Führungspositionen für den Bereich Bildung werde allenfalls prioritär behandelt. „Sehr vage“ findet Rieder die Antwort: „Es ist zu befürchten, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis der Wettbewerb wieder aufgenommen werden kann. Die Aussetzung ist jedenfalls ein Desaster.“.