<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Die Faustregel lautet: Anzahl der Katzen plus eins. Heißt: Bei einer Katze sollten auch wirklich zwei Toiletten verteilt im Haus vorhanden sein, bei zwei Katzen drei usw. <BR /><BR />Wichtig ist, die Klos an verschiedenen, ruhigen Standorten zu platzieren. Nicht direkt nebeneinander und nicht neben Futter- oder Schlafplätzen. So lässt sich Unsauberkeit häufig vorbeugen.<BR /><BR />Jedes Katzenklo sollte an einem ruhigen und gut belüfteten Ort stehen. Es muss frei zugänglich und nicht durch Möbel oder Pflanzen verstellt sein. Es gibt verschiedene Arten von Streu: Mineralstreu, Silikatstreu oder Öko-Katzenstreu aus Naturfasern. <BR /><BR />Nicht jede Katze mag jede Streu. Vor allem parfümierte Sorten sind oft unbeliebt. Wenn man die Streu wechseln möchte, sollte man das immer schrittweise machen. Am besten mischt man der gewohnten Streu nach und nach die neue bei.<BR /><BR />Ist die Katzenstreu saugfähig und wird regelmäßig gewechselt, sollte das Katzenklo nicht stark riechen. Nimmt der Geruch plötzlich zu, kann gegebenenfalls auch eine medizinische Ursache dahinterstecken.<BR /><BR /> Futtermittelunverträglichkeiten oder Krankheiten können zu mehr Urin oder stark riechendem Kot führen. Dann sollte die Katze tierärztlich untersucht werden.<h3> Gerüche vermeiden</h3>Damit unangenehme Gerüche gar nicht erst entstehen, sollte man Kot und Urinklumpen zweimal täglich entfernen. Dabei sollte immer etwa fünf Zentimeter Einstreu im Klo sein. Die Hinterlassenschaften gehören in den Restmüll – mit Ausnahme bestimmter Öko-Katzenstreu, die auch in der Toilette entsorgt werden kann. Hier gilt es, sich gut zu informieren, denn reguläre Katzenstreu darf keinesfalls dort entsorgt werden!<BR /><BR />Alle ein bis zwei Wochen sollte die Katzentoilette komplett gereinigt werden. Dazu wird die Einstreu entfernt und die Toilette mit heißem Wasser und einem geruchsneutralen Reiniger oder Essigreiniger gesäubert. Achtung: keine ammoniakhaltigen Putzmittel verwenden, sie verstärken den Uringeruch. Das gilt auch für Urinflecken in der Wohnung.<BR /><BR />Viele Katzenhalter schwören beim Putzen auf Natron oder Backpulver, weil beides Gerüche neutralisieren kann. Nach der Reinigung kann etwas davon auf dem Boden der Toilette verteilt werden, bevor neue Streu eingefüllt wird.<BR /><BR />Durch Scharren und Harnstoff wird der Boden der Katzentoilette mit der Zeit rau. Deshalb sollte ein Katzenklo aus Kunststoff alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht werden. Modelle aus Edelstahl oder Keramik halten deutlich länger.<h3> Unsauberkeit</h3>Macht der Stubentiger plötzlich überall hin, sollte zuerst die Ursache geklärt werden. Bei jungen Katzen oder Tieren, die bisher nicht in der Wohnung gelebt haben, fehlt manchmal einfach das Toilettentraining. Dann hilft es, die Katze gut zu beobachten, sie rechtzeitig ins Katzenklo zu setzen und zu loben. Bestrafen bringt nichts und kann das Problem verschlimmern.<BR /><BR />Wird eine erwachsene, stubenreine Katze unsauber, steckt oft Stress dahinter. Katzen reagieren empfindlich auf Veränderungen. Umgestellte Möbel, ein Baby, ein weiteres Haustier, aber auch Langeweile oder Rangordnungsprobleme können die Auslöser sein.<BR /><BR />Pinkelt die Katze immer an dieselbe Stelle, ist es hilfreich, diesen Ort unzugänglich zu machen oder dort Trockenfutter auszulegen. So wird der Platz eher als Futterplatz wahrgenommen.<BR /><BR />Pinkelt die Katze vor allem an Wände, Schränke oder Tischbeine, spricht das eher für Markierverhalten. Das können Kater und Katzen zeigen, um ihr Revier zu markieren. Helfen kann in diesem Fall, im richtigen Moment in die Hände zu klatschen. <BR /><BR />Greifen diese Maßnahmen nicht, sollte die Katze tierärztlich untersucht werden, denn auch Blasenentzündungen, Blasensteine oder Nierenerkrankungen können hinter Unsauberkeit stecken.