Im Jahr 2014 konnten in Meran insgesamt 276.820 Ankünfte verzeichnet werden, was einem Zuwachs von gut 11.000 Ankünften gegenüber 2013 (+4,31%) entspricht. Daten, die Anlass zu Optimismus geben, wie auch Kurverwaltungsdirektorin Daniela Zadra bestätigt: „Die Attraktivität der Stadt Meran ist ungebrochen. Wir sind überzeugt, dass neben der Weiterentwicklung bestehender Angebote gerade auch neue Veranstaltungen für dauerhaftes Interesse am Standort Meran sorgen. Besonders hervorzuheben ist die Zunahme von 9% bei den Ankünften im Dezember, auch weil über 80% der Gäste in diesem Monat aus Italien kamen. Angesichts der wirtschaftlichen Probleme Italiens mit ihren Auswirkungen auch auf den Fremdenverkehr, stellt ein Zuwachs dieser Größenordnung ein überaus ermutigendes Zeichen dar.“ Die Zunahme bei den Ankünften hat positive Auswirkungen auch auf jene Handelstreibenden der Stadt, die von einem hohen Gästeaufkommen – unabhängig von der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer in Meran – profitieren.Die Nächtigungen:Wie schon in den Vorjahren ging die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Meraner Gäste auch 2014 zurück. Diese Entwicklung ist – insbesondere auf dem italienischen Markt – den allgemein geringeren wirtschaftlichen Möglichkeiten vieler Urlauber und einem größeren Sparbewusstsein geschuldet. Auch der meteorologisch ungünstige Jahresverlauf trug zur geringeren durchschnittlichen Aufenthaltsdauer 2014 bei.Parallel zum Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,8 auf 3,5 Tage, entsprach auch die Gesamtzahl der Nächtigungen 2014 mit 972.308 einem Minus von 3,44% gegenüber dem Vorjahr. „Diese Ergebnisse sind in erster Linie auf die Entwicklung des nationalen Fremdenverkehrs zurückzuführen“, erklärt Andrea Casolari, Vizepräsident der Kurverwaltung Meran: „Verbrachte der italienische Gast 2013 noch durchschnittlich 3,1 Nächte in Meraner Beherbergungsbetrieben, so waren es im vergangenen Jahr lediglich 2,7. Da der nationale Markt ein Viertel der gesamten Nächtigungen in Meran ausmacht, hatte die geringere Aufenthaltsdauer der italienischen Gäste beträchtliche Auswirkungen auf die Jahresstatistik für 2014.“Die nationalen Märkte:Deutschland und Italien bilden mit einem Gästeanteil von insgesamt über 70% weiterhin das Rückgrat des Meraner Fremdenverkehrs. Doch zwischen beiden Märkten bestehen teils erhebliche Abweichungen: Waren die Abstände bei den Ankünften 2014 noch relativ gering (Deutschland 39%, Italien 33,5%), gab es insbesondere bei den Nächtigungen deutliche Unterschiede (48% gegenüber 25,5%). Die Schweiz* hat sich als drittwichtigstes Herkunftsland für Meran etabliert: 2014 stammte im Durchschnitt einer von zehn Gästen aus der Schweiz, was sich bei den Ankünften mit einer Zunahme von 4,39% niederschlug. Nach aufgehobener Koppelung des Franken an den Euro könnte der Schweizer Markt für Meran weiter an Bedeutung gewinnen. Eine gute Rolle spielte 2014 auch Österreich mit einem Anteil von 7,63% im Bereich der Ankünfte (+ 5,56% gegenüber 2013). Neben den genannten vier Nationen ist vor allem das Vereinigte Königreich mit einem Gästezuwachs von 14% zu erwähnen.Die Jahreszeiten:Die Auswertung der touristischen Jahresstatistik 2014 für Meran verrät, dass in der Frühjahrssaison (März, April, Mai) mit 24.000 Nächtigungen weniger als noch 2013 die Auswirkungen der rückgängigen Nächtigungszahlen am deutlichsten spürbar waren. Die anderen Jahreszeiten erwiesen sich als vergleichsweise stabil. Die Kurverwaltung Meran wird der touristischen Aufwertung des Frühlings künftig noch größeres Augenmerk und zusätzliche Ressourcen widmen.* In der Jahresstatistik 2014 wurden die Schweiz und Liechtenstein gemeinsam geführt.