Freitag, 10. Juni 2016

Das rechte Gipfelbussi

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland und die FPÖ haben am Freitag auf der 2.962 Meter hohen Zugspitze unter großem Medieninteresse die Intensivierung ihrer Zusammenarbeit bekannt gegeben. AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat betont, dass es darum ginge, EU-kritische Kräfte zu bündeln.

Ein rechtes Gipfelbussi gaben sich am Freitag Frauke Petry von der deutschen AfD und Heinz-Christian Strache von der österreichischen FPÖ. - Foto: DPA
Ein rechtes Gipfelbussi gaben sich am Freitag Frauke Petry von der deutschen AfD und Heinz-Christian Strache von der österreichischen FPÖ. - Foto: DPA

Unter anderem sollen Antworten auf brennende Fragen wie die künftige Gestaltung des Wirtschaftsraumes, die Frage der Migrationsbewegung und die Frage von nationalen Identitäten gefunden werden. 

"Dafür haben die etablierten Parteien keine Lösungen", sagte Petry. 

Es gebe zwar auf lokalen Ebenen Kooperationen, jetzt gelte es aber sowohl in Brüssel, als auch in Straßburg zusammenzuarbeiten.

Man habe sich auf der Zugspitze getroffen, weil es Deutschlands höchster Gipfel sei und als Symbol dafür stehe, dass man gemeinsam neue politische Höhen erklimmen möchte.

Für HC Strache ein "charmantes Treffen"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zeigte sich erfreut, die AfD-Vorsitzende auf der Zugspitze zu treffen und zollte ihr "größten Respekt" für die Arbeit, die die AfD in den vergangenen Jahren geleistet habe. Zudem sprach Strache von einem "charmanten Treffen".

Vertiefte Zusammenarbeit geplant

"Wir wollen jetzt die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen vertiefen", so Strache. Etwa werde FPÖ-Fraktionsführer im EU-Parlament, Harald Vilimsky, in dem Arbeitskreis für den Bereich Eurogruppe sitzen.

Darüber hinaus wolle man auch die Kooperation auf regionaler Ebene vertiefen. Bei allen gemeinsamen Positionen gebe es aber auch Unterschiede, betonte Strache.

Auch Unterschiede genannt

„Wir stehen für ein föderales Europa, bei dem die Nationalstaaten der Souverän sind“, sagte der FPÖ-Chef. „An uns liegt es“, Antworten auf die Herausforderung der modernen Völkerwanderung zu geben, fügte der FPÖ-Obmann hinzu.

apa/stol

stol