Mittwoch, 06. Juni 2018

Das sind die beliebtesten Vornamen

Die Namensvielfalt war noch nie so groß wie heute: Die modernen Medien, die Internationalisierung der Kultur und die Migration aus dem Ausland führen auch in Südtirol zu einer wachsenden Vielfalt an Vornamen. Das Landesstatistikamt Astat führt die beliebtesten Namen des vergangenen Jahres vor.

Die Namen, die Neugeborenen im Jahr 2017 am häufigsten gegeben wurden, waren Sofia und Samuel.
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Die Namen, die Neugeborenen im Jahr 2017 am häufigsten gegeben wurden, waren Sofia und Samuel. - Foto: © shutterstock

Im Jahr 2017 scheinen in den Melderegistern der Südtiroler Gemeinden insgesamt 528.829 Personen auf. Die Zahl der Vornamen ist seit der letzten Erhebung im Jahr 2011 von 20.715 auf 24.580 angestiegen. Insgesamt sind mehr als 3850 Namen dazugekommen. Vornamen, die mindestens 5 Mal vorkommen, machen 15 Prozent aller Vornamen aus, jene, die weniger als 5 Mal vorkommen, mehr als 70 Prozent.

Josef und Maria verlieren an Beliebtheit

Josef und Maria sind immer noch die häufigsten Vornamen der in Südtirol ansässigen Personen. Im zeitlichen Vergleich wird aber ersichtlich, dass der Beliebtheitsgrad dieser Namen konstant abnimmt. Dies liegt in erster Linie am hohen Durchschnittsalter der Namensträger und an den damit zusammenhängenden Sterbefällen.

Zweisprachige Namen am beliebtesten

Die beliebtesten Vornamen der im Jahr 2017 geborenen Mädchen sind Sofia, Emma, Anna. Bei den Buben sind Samuel, Felix und Jakob die meistgenannten Vornamen. Es ist naheliegend, dass Namen, die sowohl im Deutschen als auch im Italienischen gebräuchlich sind (wie Sofia, Emma, Anna oder Sara), größere Chancen haben, auf den ersten Rängen aufzuscheinen.

Die zurzeit angesagtesten Mädchennamen mit dem niedrigsten Durchschnittsalter sind Ellie, Ranim und Zoey, sowie Samu, Anuar und Hashir bei den Buben. Daran ist deutlich erkennbar, dass ausländische Vornamen zunehmen. Das hängt nicht nur mit dem größeren Einfallsreichtum bei der Namengebung in der heutigen Zeit, sondern auch mit der Einwanderung zusammen.

Die Untersuchung der Verteilung der Namen nach Gemeindegrößenklassen führt ebenfalls zu einigen interessanten Ergebnissen. In den Gemeinden mit einer Bevölkerung bis zu 25.000 Einwohnern sind Josef und Maria die häufigsten Vornamen.

Mohamed ist ausländischer Spitzenreiter

Beachtenswert ist der Vormarsch von fremdländischen Vornamen, der auf den hohen Ausländeranteil in den Städten zurückzuführen ist: In Bozen nimmt der männliche Name Mohamed als erster ausländischer Name mit 507 Nennungen Platz 14 in der Rangordnung der häufigsten Männernamen ein und verdrängt viele hierzulande typische Namen auf die hinteren Ränge.

stol

Alle Namenslisten und viele weitere Interessante Informationen zum Thema lesen Sie in der morgigen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol