Samstag, 10. Januar 2015

Demonstranten in Afghanistan feiern Attentäter

Hunderte muslimische Gläubige in Afghanistan haben den tödlichen Anschlag auf die französische Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ gefeiert.

Die getöteten Attentäter Chérif und Said K.
Die getöteten Attentäter Chérif und Said K.

Bei einer Kundgebung nach den Freitagsgebeten im Bezirk Chora im Süden des Landes seien die beiden Attentäter als „Helden“ bezeichnet worden, teilte die Polizei am Samstag mit.

Nach Ansicht der Demonstranten seien diejenigen bestraft worden, die den Propheten Mohammed beleidigt hätten.

Die Teilnehmer hätten auch die Haltung von Präsident Ashraf Ghani kritisiert, der erklärt hatte, für eine solche brutale Tat gebe es keine Rechtfertigung.

Auch mehr als 13 Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban durch US-Truppen bleibt Afghanistan ein religiös zutiefst konservatives Land.

Nach Koranverbrennungen durch einen US-Prediger in Florida 2011 wurden bei gewaltsamen Protesten im gesamten Land sieben UN-Mitarbeiter getötet.

apa/reuters

stol