Weil sie sich das angeeignet haben, was uns im Leben über viele Tiefschläge hinweghilft: Resilienz. <BR /><BR /><b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Er ist in aller Munde und doch nicht wirklich fassbar: Der Begriff der Resilienz gibt vielen Rätsel auf. Zwar fällt er oftmals im Zusammenhang mit Stress, Problemen und Schicksalsschlägen und sowohl Psychologen als auch Coaches raten, sich damit zu beschäftigen. Eine konkrete Erklärung dafür bleibt jedoch nicht selten aus. Was bedeutet es also tatsächlich, resilient zu sein? <BR /><BR />Der Terminus selbst stammt aus der Physik und bezeichnet die Eigenschaft eines Körpers, eines Stoffes oder eines Materials, nach Einwirkung extremer Spannung oder nach Verformung wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren. Nach und nach wurde das Konzept auf andere Bereiche übertragen, unter anderem auf die Psychologie. <BR /><BR />In Anlehnung an die ursprüngliche Definition geht es auch hier um die Reaktion auf und den Umgang mit Fremdeinwirkungen. Oder anders formuliert: Resilienz beschreibt unsere seelische Widerstandkraft und damit die Fähigkeit, Krisensituationen aller Art zu bewältigen. <h3> Was man nicht hat, kann man lernen</h3>In Bezug auf unsere Lebensführung und unsere mentale Gesundheit gehen wir allerdings noch einen Schritt weiter. Da uns alles, was uns im Leben widerfährt, prägt und damit auch Herausforderungen, Rückschläge und Niederlagen mitunter tiefe Spuren hinterlassen, ist Resilienz nicht das Wiederherstellen eines ehemaligen Status Quo.<BR /><BR /> Ziel ist es vielmehr, als negativ bewertete Situationen so zu überstehen, dass man am Ende gestärkt daraus hervorgeht. Dabei gehört es durchaus dazu, schwach sein und sich zwischenzeitlich in die Knie zwingen lassen zu dürfen. Einzig im Zustand der Ohnmacht steckenbleiben sollte man nicht. Denn selbst, wenn eine Situation vollkommen aussichtslos erscheint, gelingt es mit etwas Abstand und Zeit vielfach, zumindest ein kleines positives Element darin zu erkennen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67187751_quote" /><BR /><BR />Ein resilienter Mensch ist also das, was man salopp gesagt unter einem Stehaufmännchen versteht. Doch was, wenn Sie mit diesem Begriff noch nie etwas anfangen konnten? Schließlich kann das Leben manchmal ziemlich grausam, frustrierend und niederschmetternd sein – und das zu verkraften fällt manchen Menschen eben von Natur aus schwerer als anderen. Oder? <BR /><BR />Stimmt nicht ganz! Denn während die Forschung lange Zeit davon ausging, dass Resilienz eine angeborene Fähigkeit sei, sind Wissenschaftler heute der Überzeugung, dass sie sich aus einem komplexen Zusammenspiel von mehreren Faktoren ergibt. <BR /><BR />Vielmehr als ein Schicksal, ist sie eine Art und Weise, Dinge zu bewerten. Und diese kann man sich – zumindest bis zu einem gewissen Punkt – mit viel Geduld aneignen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1030308_image" /></div> <embed id="dtext86-64782998_listbox" />