Freitag, 08. Mai 2015

Der „Bombenkrieg“ im Wipptal

Während des Zweiten Weltkrieges waren die Wipptaler Gemeinden aufgrund ihrer wichtigen verkehrsstrategischen Lage das Ziel alliierter Bombenangriffe.

Der völlig zerstörte Militärbahnhof in Freienfeld südlich des Schlosses Sprechenstein im Mai 1945
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Der völlig zerstörte Militärbahnhof in Freienfeld südlich des Schlosses Sprechenstein im Mai 1945

Militärstrategisch und verkehrstechnisch wichtige Punkte an der Brennerachse wurden in den letzten beiden Kriegsjahren 1944/45 stark bombardiert: die Eisenbahnlinie von Franzensfeste bis zum Brenner, die zahlreichen Eisenbahnbrücken und der unter dem Faschismus errichtete Militärbahnhof in Freienfeld.

Der Bombenkrieg im Wipptal steht im Mittelpunkt eines Vortragsabends der anlässlich der 70. Wiederkehr des Kriegsendes von 1945 von der Geschichtswerkstatt Freienfeld gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen, dem Bildungsausschuss und der Interessentschaft Trens veranstaltet wird.

„Luftkrieg über der Alpenfestung 1943–1945“

Im Rahmen des Vortragsabends stellt Prof. Thomas Albrich vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck sein Buch „Luftkrieg über der Alpenfestung 1943–1945“ vor und hält einen Vortrag über den Bombenkrieg im Südtiroler Wipptal. Der aus Trens gebürtige Theaterpädagoge Luis Benedikter liest anschließend Zeitzeugenberichte über die Bombardierungen in der Gemeinde Freienfeld.

Im Rahmen der Buchpräsentation wird eine kleine Ausstellung mit Fotos über die Bombardierungen im Wipptal gezeigt. Die Ausstellung bleibt auch am Samstag, den 16. Mai 2015, von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr für das Publikum geöffnet.

stol

stol