Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Das Dorf Prad nennt sich zwar „am Stilfser Joch“, aber es liegt nicht am fast 2800 Meter hohen Gebirgspass, sondern ist ein schönes großes Dorf in der Vinschgauer Talebene. Wer also durch den Vinschgau fährt, erreicht schon bald nach Laas den Ausgangspunkt unserer Wanderung, bei der wir später knapp 100 Höhenmeter über der Talsohle auf dem Frauwaalweg die sonnigen Hänge des äußeren Suldentales durchqueren. <BR /><BR />Es gibt 3 Möglichkeiten, zu diesem beliebten Höhenweg zu gelangen: eine längere dem Suldenbach entlang, eine kürzere gerade hinauf und eine mittlere, die ich hier empfehle. Dabei gelangen wir zuerst nach Agums, mit seinen schönen Häusern und der etwas erhöht am Hang stehenden, weithin sichtbaren Georgskirche ein besuchenswertes ruhiges Dorf.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1090899_image" /></div> <BR />Wenn wir dann an der Agumser Pfarrkirche nicht weiter dem Gumperleweg – einem hübschen Tierkunde-Themenweg für Kinder – folgen, sondern auf einem kleineren Seitenweg links abzweigen, erreichen wir wenig später den Waalweg. Dieser führt zwar schon lange kein Wasser mehr, bietet aber nach wie vor die Möglichkeit zu einer interessanten Rundwanderung.<BR /><BR />Beim ursprünglich 4,5 Kilometer langen Waal handelt es sich um einen ehemaligen Bewässerungskanal, der großteils stimmungsvollen Mischwald durchquert, aber über eine gute Weganlage auch steile Felsen, aus denen die Wasserführung sogar als Stollen herausgemeißelt wurde, durchquert. Er wird bereits 1461 als „Freywaal“ erwähnt, was auf zinsfreien Grundbesitz hinweist; die Mundartform „frau“ für „frei“ ist keine Seltenheit und begegnet auch anderwärts. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1090902_image" /></div> <embed id="dtext86-67187633_listbox" /><BR /><BR />Um 1975 wurde der Waal durch eine abseits verlaufende Rohrleitung ersetzt, doch 1985 setzte der Alpenverein den unbegehbar gewordenen Begleitweg instand. Unlängst führten Nationalparkverwaltung und Forstbehörde erneute Instandhaltungsarbeiten durch.<BR /><BR />Am Ende des Waalweges überqueren wir den wasserreichen Suldenbach, kommen am unten erwähnten kleinen Freilichtmuseum vorbei, wandern durch schöne ebene Haine mit Blick zu den Baulichkeiten der einstigen Schmelzwerke für die in Stilfs und Sulden abgebauten Silber- und Eisenerze, und schließlich kehren wir nach Prad zurück. <h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1090905_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> Anfahrt durch den Vinschgau nach Spondinig und links abbiegend nach Prad (907 m; Bushaltestelle, Parkplätze, Gastbetriebe). Von der Ortsmitte (907 m) den Straßenschildern „Lichtenberg“ und „Agums“ folgend nach Agums und hier kurz hinauf zur Pfarrkirche (931 m; ab Prad <EinHalb></EinHalb> Std.). Nun unmittelbar ober der Kirche bei Nationalparktafel vom breiten Weg links ab und auf gestuftem Fußweg in wenigen Minuten hinauf zum querenden Frauwaalweg (960 m). Nun auf diesem stets mit Markierung 9 in langer, großteils ebener Wanderung durch Waldhänge und später auch durch steile bis senkrechte Felshänge (hier massive Holzstege mit Geländern) bis zum Ende des ebenen Waalweges (980) und hinunter zur Brücke über den Suldenbach (944 m; ab Agums knapp 1 Std.). Nun auf dem breiten Uferweg orografisch rechts neben dem Suldenbach zuerst durch das kleine private Freilichtmuseum, dann durch schöne Haine hinaus zur Straßenbrücke und rechts zurück zum Ausgangspunkt (ab Waalweg-Ende knapp 1 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 80 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 2 <EinHalb></EinHalb> Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Leichte Rundwanderung; in der Felszone des Waalweges gute Weganlage, dennoch Vorsicht geboten.<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 052 (Vinschgau). - <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 044 (Vinschgau Mals Sesvenna)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere Wandertipps von ihm.</a>