Es war im November 2023, als Familie Schwarz aus dem bayerischen Dörfchen Neubeuern von einem Ausflug ins Hotel zurückkam – hungrig und müde. Aber Laurent stand nicht der Sinn nach Essen, vielmehr bestand er darauf, sich im Malraum mit Fingern, Pinsel und Farbrollen austoben zu dürfen. <BR /><BR />Und auch an den Folgetagen zog es den Jungen in aller Herrgottsfrüh zu seinen Farben ins Atelier für die kleinen Gäste des 5-Sterne-Familienresorts „Feuerstein“ Pflersch. <BR /><BR />Nun wäre diese Urlaubsepisode der Familie Schwarz kaum eine Erwähnung wert, wenn sich daraus in wenigen Monaten nicht ein regelrechter Hype entwickelt hätte. Die Eltern Philipp und Lisa, die eine Ofenbaufirma betreiben, richteten ihrem übereifrigen Burschen daheim ein Malstudio ein, fortan schuf Laurent mit schöner Regelmäßigkeit abstrakte Gemälde, die oft größer als er selbst waren. <BR /><BR />Meistens gehe es daheim schon um 6 Uhr morgens los: „Mama, malen, malen“. Er lasse sich beim Malen nicht dreinreden und erkläre selbst, wann das Werk fertig ist: Das kann nach wenigen Minuten sein oder auch erst nach einer Woche. Irgendwann richtete Mama Lisa einen Instagram-Account <a href="https://www.instagram.com/laurents.art/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(@laurents.art)</a> mit den Werken ihres Sprösslings ein, seitdem reißen sich Sammler und Liebhaber um dessen Farbexplosionen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068645_image" /></div> <BR />Bereits an die 30 Stücke wurden verkauft, einige davon hängen nun in Paris, in London, in Japan oder in den USA. Viele Gemälde Laurents sind den Kunstsinnigen zwischen 10.000 bis 15.000 Euro wert, jüngst soll ein US-Sammler für das Erstlingswerk „The Fingers“ gar 325.000 US-Dollar (ca. 300.000 Euro) geboten haben. Gerade dieses Werk will die Familie nicht verkaufen, der emotionale Wert macht es im Grunde unverkäuflich. <BR /><BR />„Der kleine Bursche versteht ja gar nicht, was da vor sich geht“, meint Hotelchef Peter Mader. Es sei schlichtweg irre, was der Knirps, der am morgigen 5. September seinen 3. Geburtstag feiert, ausgelöst hat. <BR />Etwa 20.000 Interessenten stehen auf der Warteliste für die Bilder, sagt Mama Lisa, das Instagram-Profil hat mittlerweile 60.000 Follower, die Weltpresse hat bereits über den „Mini-Picasso“ und das „Wunderkind“ berichtet, am 17. September gibt es die erste Vernissage in Neubeuern. Abgesehen davon sei er ein ganz normaler Junge, der die Kita besucht, Tiere mag und gerne Eis schleckt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068648_image" /></div> „Manchmal denke ich mir echt: Mein Gott, was geht hier bloß vor sich“, räumte Mama Lisa bei einem Besuch der Sonntagszeitung „Zett“ im Hotel Feuerstein ein. Der Junge habe eben eine unbändige Lust, sich mit bunten Farben auszutoben. <BR /><BR />Die Einnahmen aus seiner Kunst werden auf einem eigenen Konto angelegt, sodass er mit 18 Jahren wohl über ein ansehnliches finanzielles Polster verfügen wird. Und sollte Laurent irgendwann mal keine Lust mehr auf die Malerei haben, dann reichen einige Klicks im Internet, um den Hype schlagartig zu beenden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1068651_image" /></div> <BR />Bekanntermaßen sind die sozialen Medien ein überaus zweischneidiges Schwert, und so bekommt die Familie Schwarz auch einiges an Kritik ab. Manche Leute stören sich daran, dass Laurents Werke vermarktet werden, andere hingegen sprechen von Schmierereien, doch der Großteil ist begeistert und wünscht ihm viel Freude beim Schaffen. <BR /><BR />Diesem Wunsch schließt sich auch Hotelchef Peter Mader an. Auch im Familienresort „Feuerstein“ haben sie mit einigen spezifisch auf Kinder abgestimmte Dienste einen Nerv der Zeit getroffen. „Aus aller Welt kommen Familien zu uns, um unbeschwerte Tage zu genießen“, erklärt er. Die Kinder sollen einfach nur Kind sein dürfen – ganz egal, ob sie sich nun im Wald, bei Wasserspielen, beim Heuhüpfen oder im Mal-Atelier austoben.