Mittwoch, 17. Mai 2017

Der Serviceberuf – ein Leben lang attraktiv

Am 10. Mai wurde die Landesberufsschule "Emma Hellenstainer" für einen Vormittag zum Treffpunkt von Betriebsinhaber/innen, Führungskräften, Fachlehrpersonen der Gastgewerbeschulen, Lehrlingen und Hotelfachschüler/innen. Die zentrale Frage, mit der sich die Teilnehmer/innen intensiv auseinandersetzten, lautete "Was brauchen wir, damit sich junge Menschen möglichst nachhaltig für den Serviceberuf begeistern?"

Zentrale Fragestellung
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Zentrale Fragestellung

Die Brixner Landesberufsschule lud ein, gemeinsam dieses Thema aufzugreifen und im Rahmen einer Denkwerkstatt Lösungsmöglichkeiten zu finden. Das Thema ist hochaktuell und akut, was dadurch unterstrichen wurde, dass Teilnehmer/innen aus verschiedenen Landesteilen und Verantwortungsbereichen der Einladung gefolgt sind.

"Der Serviceberuf ist nach wie vor für viele junge Menschen interessant und auf dem lokalen Arbeitsmarkt werden ausreichend Lehrstellen angeboten", so Brigitte Gasser Da Rui, Direktorin der Hellenstainer. "Allerdings führt die Tatsache, dass die Berufsausstiegsrate relativ hoch ist, dazu, dass es an ausgebildeten Fachkräften mangelt."

Moderiert von Evi Keifl wurden persönliche Wunschbilder eines "Traumgastgebers" und einer "Traumservicekraft" erarbeitet. Arbeitsgruppen diskutierten angeregt über Ist-Zustand, Wunschsituation, Notwendigkeiten sowie umsetzbare Modelle der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung. Die zentrale Fragestellung des Vormittags wurde von unterschiedlichen Standpunkten aus beleuchtet: So diskutierten Führungskräfte wirtschaftliche Aspekte, Fachlehrpersonen fachlich-inhaltliche Perspektiven und Schüler/innen legten ihr Augenmerk vor allem darauf, was (zwischen)menschlich notwendig ist, damit der Serviceberuf ein Leben lang attraktiv bleibt.

Dieser intensive Austausch führte zu ersten Ergebnissen und Vorschlägen, wobei vor allem der Wunsch nach Veränderung im Vordergrund steht. Diese Veränderungen sollten auf mehreren Ebenen stattfinden, um für alle Beteiligten zukunftsweisend zu sein. Man war sich einig, dass nur durch gemeinsames Nachdenken und Gespräche umsetzbare Lösungen gefunden werden können. Auch müssen Schulen und Betriebe die Zusammenarbeit intensivieren und sich regelmäßig über berufsspezifische Inhalte und Anforderungen absprechen. Die ersten Schritte dazu wurden an der "Emma Hellenstainer" gemacht.

Bei einem abschließenden Flying Buffet mit „Kleinem aber Feinem" aus Küche und Keller der Hellenstainer fand noch ein intensiver Meinungsaustausch statt. Diesem ersten Treffen soll im September ein weiteres folgen. Dann werden die Ergebnisse vertieft und konkretisiert.

Elisabeth Stürz, Brixen

stol