Samstag, 14. April 2018

Der Syrienangriff in den russischen Medien

Bei ihren Angriffen auf Ziele in Syrien haben die USA, Großbritannien und Frankreich nach russischen Angaben mehr als hundert Raketen abgefeuert. Mehr als hundert Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen seien „vom Meer und aus der Luft auf syrische militärische und zivile Ziele“ geschossen worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Samstag unter Berufung auf eine Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau.

Frankreichs Außenminister Le Drian betont, die Anschläge seien nicht gegen die Verbündeten gerichtet gewesen.
Frankreichs Außenminister Le Drian betont, die Anschläge seien nicht gegen die Verbündeten gerichtet gewesen. - Foto: © APA/AFP

Die meisten dieser Raketen seien von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden, zitierte die Nachrichtenagentur TASS das russische Verteidigungsministerium.

Nach Worten des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian zielten die Angriffe der heimischen Luftwaffe in Syrien nicht auf Verbündete Syriens ab. Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly sagt, ihr Land sei nicht auf Konfrontation aus. Die Russen seien vor der Intervention gewarnt worden.

Der Angriff sei nicht gegen die Verbündeten Syriens gerichtet gewesen

Der Angriff auf das syrische Regime sei rechtmäßig, betonte Le Drian. „Dieses Vorgehen ist proportioniert und gezielt.“ Es richte sich nicht gegen die Verbündeten Syriens – dies sind Russland und Iran – und auch nicht gegen die Zivilbevölkerung.

Das Regime von Präsident Bashar al-Assad solle davon abgehalten werden, weiter Chemiewaffen einzusetzen. „Das Regime in Damaskus muss aufhören, diese Waffen zu nutzen“, forderte Le Drian. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den tödlichen Einsatz von Chemiewaffen mehrfach als „rote Linie“ bezeichnet.

apa/afp/reuters

stol