Jannik Sinner sitzt fest auf dem Thron der Tenniswelt. Der rasante Aufstieg in den Tennis-Olymp forderte allerdings Opfer: Nach einer herausragenden Saison, in der Sinner zur Nummer 1 der Welt aufstieg und 2 Grand-Slam-Titel gewann, erklärte er, wie viel Arbeit und Verzicht er aufbringen muss, um sein Niveau im Welttennis zu halten. <BR /><BR />In einem Interview für die Sky-Dokumentation „Jannik jenseits des Tennissports: Sinner erzählt seine Geschichte“ spricht der Spitzensportler offen über sein Leben abseits des Tennisplatzes und betont, dass der Erfolg seine Persönlichkeit nicht verändert habe. Allerdings habe er für seinen Erfolg auf viele wichtige Momente verzichten müssen – so auch auf die Rückkehr nach Hause.<h3> Die schwierige Entscheidung, nicht nach Hause zukommen</h3>Sinner verrät in der Dokumentation, dass er zwar jederzeit nach Südtirol zurückkehren könnte, sich aber oft dagegen entscheide: „Wenn ich morgen nach Hause will, kann ich auch nach Hause fahren. Aber ich entscheide mich meist dagegen, weil meine Karriere begann, als ich 13,5 Jahre alt war und ich von zu Hause wegging.“ Die Entscheidung, seine Heimat Sexten zu verlassen sei entscheidend für seine persönliche und sportliche Entwicklung gewesen.<BR /><BR />Sein Engagement für eine kontinuierliche Verbesserung erfordere laut Sinner volle Hingabe: „Ich widme meine gesamte Zeit der Arbeit, um mein Tennis zu verbessern. Dafür opfere ich meine Freizeit und verzichte oft darauf meine Lieben zu sehen. Jetzt, wo ich meinen Traum, die Nummer 1 zu sein, erreicht habe, darf ich nicht locker lassen. Jetzt muss ich noch härter arbeiten“, sagt Sinner und betont, dass der Druck mit zunehmendem Erfolg steige.<h3> „Die Leute kennen mich, wie ich war“</h3>Obwohl Sinner nur noch selten nach Hause kommt, sei die Verbindung zu seiner Heimat nach wie vor stark. Die Rückkehr ins Hochpustertal, der Anblick der Berge und Straßen, die er kennt, erfülle ihn mit einem Gefühl von Freiheit und Frieden. „Wenn ich heim komme, fühle ich mich frei, weil die Menschen mich so kennen, wie ich war, und nicht so, wie ich geworden bin“, sagt der Tennisstar.<BR /><BR />Die wenigen Tage im Jahr, die er in Sexten verbringt, seien für ihn eine Zeit zum Abschalten und der Regeneration. „2 Tage zu Hause reichen aus, damit ich mich wieder zu 100 Prozent fühle“, erklärte Sinner. <BR /><BR />Trotz seines Erfolges bleibe für ihn die Einfachheit seines früheren Lebens ein wichtiger Zufluchtsort, der ihm helfe, die Balance zwischen seiner Karriere und seinem persönlichen Wohlbefinden zu halten.