An vier Standorten innerhalb der Messe präsentieren die Studierenden die Entwürfe „design delikatessen“, „halb2/LVH“, „glass tangram_workshop“ und „Countdown 2012 – up-cycling-design”. Letzterer wird auf der kunStart ausgestellt.1. designdelikatessen ist einem Workshop zur Tischkultur unter der Leitung von Prof. Kuno Prey entsprungen. In Zusammenarbeit mit dem Mailänder Unternehmen Paola C. haben sich fünf Studierende mit dem Thema des gedeckten Tisches beschäftigt und dabei Essgewohnheiten und Tischmanieren hinterfragt.Aus den drei Vertiefungsthemen „Gesundheit“, „Strukturen“ und „Verschiedene Kulturen“ sind acht Entwürfe entstanden, welche traditionelle Objekte neu erfinden oder neue Szenarien für den gedeckten Tisch schaffen.Die verschiedenen Produkte wurden bereits im April 2011 erfolgreich auf der Mailänder Möbelmesse 2011 einem internationalen Publikum gezeigt.„Gesundheit“ spiegelt den wachsenden Wunsch nach einem gesunden Lebensstil wieder. Die entworfenen Produkte nutzen dabei die kommunikative Kraft des Designs, um uns alle für eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu sensibilisieren.„Strukturen“ hatte das Kennenlernen von Werkstoffen zum Ziel, die zur Herstellung von Tischobjekten verwendet werden. Von dünnen und elastischen Metallen bis hin zu Glas, das nach einer altüberlieferten Technik in Kupferdrahtstrukturen geblasen wurde, konzentrierten sich die Studierenden auf die Suche nach neuen Formen und Funktionen.„Verschiedene Kulturen“ greift die Unterschiede der Ernährungsgewohnheiten einzelner Kulturbereiche auf, mit besonderem Augenmerk auf die Art, wie und mit welchen Utensilien gegessen wird.Zwei Delikatessen haben inzwischen den Sprung in die Produktion und Vermarktung geschafft: die Firma Paola C. hat die Käsereibe „Pippo“ und die Wein-Wasserkaraffe „Cuore“ in ihre Kollektion aufgenommen. Beide Entwürfe stammen von der Studentin Liviana Osti.2. halb2/LVHDie Abschlussarbeit der Boznerin Stefanie Schönheinz „halb2 - ein halber Tisch“ - beschäftigt sich mit dem Bezugsverlust des Menschen zu seinen Gegenständen durch den Massenkonsum und als Gegengewicht mit der starken und traditionsreichen Tischlerkultur Südtirols.Durch das Überhandnehmen der industriellen Massenanfertigung werden Tischler immer stärker vom Markt verdrängt. Dennoch ist wieder vermehrt eine Nachfrage nach besonderen Einzelstücken zu verzeichnen - halb2 verlangt nach einer aktiven Beteiligung zur Vervollständigung.Dazu hat Stefanie Schönheinz einen Tisch nur zur Hälfte ausgeführt, die beteiligten Tischlereibetriebe haben die zweite Hälfte geschaffen. Mit halb2 will man den Endverbraucher wieder aktiv in den Gestaltungprozess mit einbeziehen. So entsteht über die Zusammenarbeit zwischen Tischler und Endverbraucher jeweils ein neues Möbelstück, ein Unikat.Halb2 ist ein weiteres Beispiel einer konstruktiven Zusammenarbeit zweier Institutionen in Südtirol: Zusammen mit dem Südtiroler Landesverband für Handwerk (LVH) hatte Prof. Kuno Prey für halb2 einen Wettbewerb initiiert, an dem sich 15 Südtiroler Tischlereibetriebe beteiligt haben. Alle Einsendungen werden nun auf der Arredo 2012 ausgestellt. 3. vetroricerca: glas tangram_workshopAußerdem bietet die Fakultät für Design und Künste gemeinsam mit ihrem Partner „Vetroricerca - Glas&Modern" Messebesuchern einen besonderen Glasworkshop an. Unter der Leitung von Alessandro Cuccato und Prof. Kuno Prey können kreative Besucher ein Tangram aus farbigem Glas selbst gestalten und - nachdem es vor Ort in den Glasöfen gebrannt wurde - mit nach Hause nehmen.Am Stand von Vetroricerca – Glas&Modern werden auch die Ergebnisse der Projektgruppe „in vitro veritas“ gezeigt, welche im vergangen Semester bei Prof. Prey zum Thema Glas und Wein verschiedene, teils auch sehr provokante Glasobjekte kreiert hat.4. Kunstart: COUNTDOWN 2012 – up-cycling-designWeiters ist die Fakultät für Design und Künste in COUNTDOWN 2012 – up-cycling-design involviert: Studierende der Fakultät für Design und Künste und der Vetroricerca - Glas&Modern haben unter Leitung des holländischen Designers Arnout Visser an einem up-cycling Workshop teilgenommen und dabei verschiedene originelle Produkte aus alten, ausgedienten Glasobjekten realisiert.Dabei ist u.a. ein Kronleuchter aus Fahrradfelgen und Glasflaschen entstanden, ein Gemeinschaftswerk aller Workshopteilnehmer, welches auf dem Stand der Architekturstiftung ausgestellt ist. Alle Glasobjekte werden am 17. März in der kunStart bei der Bozner Kunstauktionen versteigert.