Ein Sprecher des Außenamtes in Berlin bestätigte am Mittwoch Überlegungen, wonach die Bundeswehr in den kommenden Monaten die Sicherung des US-Schiffes „Cape Ray“ übernehmen könnte, auf dem die Chemiewaffen unschädlich gemacht werden sollen.Gespräche über mögliche Schutz-Eskorten für das US-Schiff liefen derzeit, unter anderem unter Beteiligung der russischen und der deutschen Regierung. Die Beratungen seien aber noch „in einer sehr frühen Phase“.Der Abtransport der syrischen Chemiewaffen hatte sich zuletzt verzögert. Es spreche einiges dafür, dass die syrische Regierung daran „ein gerüttelt Maß an Verantwortung“ trage, sagte der Ministeriumssprecher.Er appellierte an die Regierung in Damaskus, dafür Sorge zu tragen, dass der international vereinbarte Zeitplan zur Vernichtung der Waffen eingehalten werden kann.Am Abtransport der Waffen aus Syrien werde sich die Bundeswehr nicht beteiligen, hob der Sprecher hervor.Es gehe bei den laufenden Gesprächen um die Absicherung der Verdünnungsarbeiten auf hoher See.Die deutsche Regierung hatte sich bereits bereit erklärt, die unschädlich gemachten Chemikalien anschließend in einer Spezialanlage in der Lüneburger Heide entsorgen zu lassen.apa/afp