Donnerstag, 17. März 2016

Deutsche und italienische Schiffe retten mehr als 3000 Flüchtlinge

Schiffe der deutschen Marine und der italienischen Küstenwache haben vor der libyschen Küste binnen weniger Tage mehr als 3000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die meisten von ihnen wurden am Mittwoch von den italienischen Behörden im Kanal von Sizilien in Sicherheit gebracht. Für drei Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät – sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Dieses Foto der italienischen Küstenwache zeigt eine Gruppe von Flüchtlingen, die in Sicherheit gebracht wurde.
Dieses Foto der italienischen Küstenwache zeigt eine Gruppe von Flüchtlingen, die in Sicherheit gebracht wurde. - Foto: © APA/AFP

Wie die Bundeswehr mitteilte, nahm der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ am Dienstag zunächst 125 Menschen aus einem seeuntauglichen Schlauchboot auf. Wenige Stunden später wurden zwei weitere Schlauchboote im Mittelmeer entdeckt, aus denen 236 Personen an Bord genommen wurden. Anschließend übernahm die Besatzung noch 254 Menschen, die von einem britischen Schiff aus Seenot gerettet worden waren.

Damit befanden sich seit Dienstagabend insgesamt 615 gerettete Flüchtlinge an Bord des deutschen Schiffes. Sie sollten im Hafen von Pozzallo den italienischen Behörden übergeben werden.

Die italienische Küstenwache teilte mit, sie habe am Mittwoch im Rahmen von zwölf verschiedenen Rettungsaktionen 1467 Flüchtlinge gerettet, die ebenfalls von Libyen aus mit Schlauchbooten gestartet waren. Dabei seien auch drei Leichen entdeckt worden. Bereits am Dienstag seien 951 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

dpa

stol