Donnerstag, 22. Februar 2018

Deutschland sagt 10 Millionen Euro zusätzlich für Syrien zu

Angesichts der dramatischen Lage im syrischen Ost-Ghouta hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel 10 Millionen Euro zusätzlich für Hilfsmaßnahmen in dem Bürgerkriegsgebiet zugesagt.

Sigmar Gabriel fordert Waffenstillstand in Ost-Ghuta.
Sigmar Gabriel fordert Waffenstillstand in Ost-Ghuta. - Foto: © APA/AFP

Die Versorgungslage sei „katastrophal“, insbesondere das Leben von Kindern sei akut bedroht, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit seinem Schweizer Amtskollegen Ignazio Cassis. Vor allem für der Versorgung und gegebenenfalls auch Evakuierung dieser Kindern solle die Hilfe dienen. Dazu habe man auch Kontakt mit den Konfliktparteien aufgenommen.

Deutschland hat im vergangenen Jahr 720 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Syrien zur Verfügung gestellt. Seit Beginn des Bürgerkriegs 2012 waren es insgesamt 2,2 Milliarden Euro.
Die Region Ost-Ghouta gehört zu den letzten Gebieten des Bürgerkriegslandes, die noch unter der Kontrolle von Rebellen stehen. Dominiert wird die Region von islamistischen Milizen. Sie ist seit 2013 von Regierungstruppen eingeschlossen. Rund 400.000 Menschen sind dort wegen der Blockade fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

Angesichts der eskalierenden militärischen Auseinandersetzungen in Syrien forderte Gabriel einen Waffenstillstand sowohl für die Region Ost-Ghouta bei Damaskus als auch für das Kurdengebiet Afrin, wo die türkische Armee gegen die Miliz YPG vorgeht.

apa/dpa/afp

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stol