Freitag, 10. November 2017

DIABETES UNION Alto Adige Südtirol - Das Recht auf eine gesündere Zukunft

Diabetes ist eine hinterlistige Krankheit. Äußerlich erscheint sie trivial, mit einer einfachen Punktion zur richtigen Zeit beherrschbar. Aber so einfach ist es nicht. Nur um einige Zahlen zu nennen: Die finanziellen Auswirkungen von Diabetes auf globaler Ebene belaufen sich auf 1.300 Milliarden Dollar pro Jahr, durchschnittlich 1,8% des BIP. 30% dieser riesigen Zahl betreffen indirekte Kosten wie Invalidität und Abwesenheit von der Arbeit.

Auch in Südtirol nimmt die Krankheit bedenkliche Ausmaße an, der Südtiroler Sanitätsbetrieb schätzt, dass es mindestens 7.000 Menschen in der gesamten Provinz gibt, die an Diabetes Mellitus ohne es zu wissen leiden, hinzu kommen etwa 21.000 bekannte Fälle.

Aus diesem Grund hat die Provinz schon 2009 das Diabetesregister eingerichtet, das in der Beobachtungsstelle für Gesundheit des Assessorats für Gesundheitswesen liegt. Darüber hinaus hat die Provinz im Oktober eine Präventionskampagne gestartet. Aber das ist nicht genug. Es ist notwendig, die Sensibilisierung für die Prävention und die Früherkennung der Krankheit zu verstärken; auch die Sensibilität der Ärzte sollte man verstärken, und wichtig ist auch, dass die Erkrankten und ihre Familien sich aktiv an der Pflege beteiligen. Die Erkrankten und ihre Familien dürfen nicht allein gelassen werden, die betroffenen Kinder und Jugendlichen sollen sich nicht „anders“ fühlen.

Aus diesem Grund wurde, dank des Engagements des Arztes Franco Melani und einiger Erkrankten und ihrer Familienangehörigen, 1979 der „Südtiroler Diabetiker Bund“ geboren, der sich im April 2017 mit dem „Verein Junger Diabetiker“ zu „Diabetes Union“ zusammenschloss, mit dem Zweck, Erkrankten und ihren Angehörigen zu helfen, sich mit der Krankheit auseinander zu setzen, und ihnen psychologische Unterstützung, Auskünfte sowie Empfehlungen für den täglichen Umgang zu geben. Außerdem verpflichtet sich Diabetes Union, im politischen und sozialen Bereich die Rechte der Betroffenen zu schützen. Aber nicht nur: Durch ein zweimonatlich erscheinendes Infoblatt, Sensibilisierungskampagnen und gezielte Projekte möchte der Verein die Gesellschaft über das Problem dieser chronischen Krankheit informieren. Man möchte auch ein neues kollektives Bewusstsein für die Bedeutung eines gesunden Lebensstils bilden.

Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November, organisiert der Verein in der Woche vom 11. bis 18. November eine Reihe von öffentlichen Sensibilisierungsinitiativen in der Hauptstadt, in Meran und in Toblach.

Für weitere Informationen: Diabetes Union, Montecassinostraße 12 in Bozen, Tel 0471 401 761, oder www.diabetes.bz.it.

stol