Für alle Haustierbesitzer hat Sophia Baldissera einen guten Rat. Außerdem erfahren Sie, wie und wo man den Beruf der Tierkommunikatorin erlernt.<BR /><BR /><BR /><BR />Dass man mit Tieren sprechen kann, ist zwar keinesfalls wissenschaftlich belegt, doch Baldissera lässt sich davon nicht beeindrucken. Andere mögen das vielleicht für Humbug oder Unsinn halten, doch Sophia Baldissera ist von der Wirkung der „Tiergespräche“ überzeugt. Für sie bewirke Kommunikation mit Tieren manchmal Wunder, wie die 22-Jährige sagt. <BR /><BR />Die junge Frau hat sich schon immer für Tiere interessiert, ganz besonders für ihre Hoftiere. „Wir haben alles ein bisschen auf unserem Hof“, erzählt die Aldeinerin, die beruflich in einem Schullabor tätig ist: „Von Katze bis Schaf ist alles vorhanden.“ Ihre beiden Pferde „Ledy“ und „Bobby“ liegen Baldissera aber besonders am Herzen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731360_image" /></div> <BR /><BR /><b>„Übersetzerin“ zwischen Mensch und Tier</b><BR /><BR />„Wir bewirken keine Wunder“, stellt Sophia Baldissera sofort klar. Als Tierkommunikatorin fungiere sie aber quasi als „Übersetzerin“ und spreche anstelle der Besitzer mit deren Haustieren. Das, was die Tiere ihr „mitteilen“, gebe sie sodann an die Besitzer weiter. „Was die Leute aus dem Gesagten dann interpretieren, muss jeder selbst abwägen.“ Diagnosen erstellt Baldissera jedoch nicht, das sei die Arbeit der Tierärzte. <BR /><BR />Doch wie läuft die Tierkommunikation ab? Sobald sich jemand bei Sophia Baldissera meldet, hört sie sich erst einmal die Geschichte von Besitzer und Tier an. Sodann nimmt die Aldeinerin kommunikativen Kontakt mit dem Tier auf – entweder vor Ort oder manchmal auch als „Ferngespräch“. „Diese Art von Gespräch kann man sich so vorstellen, als wenn ich mit jemandem telefonieren würde“, erklärt sie. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="731363_image" /></div> <BR /><BR />Der Vorteil eines Gespräches vor Ort sei, dass die junge Frau genau zeigen könne, wie sie ihre Arbeit macht, und eventuelle Nachfragen gleich beantworten könne, betont Baldissera. Und sie fügt hinzu: „Entweder formuliere ich mir selbst ein paar Fragen oder ich muss nur noch die von den Besitzern durchgehen.“ <BR /><BR /> Bevor es dann mit dem eigentlichen Gespräch losgehe, müsse sie sich erden und sehr stark konzentrieren, erläutert die 22-Jährige. Das Ganze funktioniere telepathisch und könne daher über jede Distanz geführt werden. „Manchmal springt das Tier aber auch nicht an und ist nicht bereit zu „reden„. Da ist es dann besser, es später nochmal zu versuchen, und das Tier nicht zu zwingen.“ <BR /><BR /><b>Die „Sprache“ der Tiere verstehen</b><BR /><BR />Fast wie ein normales Gespräch könne man sich die Kommunikation zwischen Sophia Baldissera und einem Tier also vorstellen. So beschreibt sie den Vorgang, der manchem ein Kopfschütteln abverlangen dürfte, während andere an das Konzept glauben. Baldissera jedenfalls ist davon überzeugt: „Oft drücken sich Tiere in Bildern aus oder übermitteln ihren Standpunkt über Gefühle. Wenn das Tier Schmerzen im Kopf hat oder sonstige Beschwerden, dann spüre ich diese Schmerzen an mir selbst“, meint die junge Frau. In seltenen Fällen spreche sie nach eigenen Angaben auch mit verschwundenen oder vermissten Tieren – in diesem Fall ebenfalls auf telepathischem Wege. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-52642973_quote" /><BR /><BR /><BR />Innerhalb der Gespräche begibt sich die 22-Jährige auf die seelische Ebene der Vierbeiner, wie sie meint: „Oft handelt es sich um ganz tiefgründige Sachen, die den Besitzern verborgen bleiben.“ Die Tiere würden uns Menschen sehr gut kennen, davon ist die 22-Jährige überzeugt. Und: Kein Tier sei gleich wie das andere: „Manchmal erzählen sie viel von sich aus und reden gerne. Andere hingegen sind sehr verschlossen, man muss ihnen alles aus der Nase ziehen“, sagt Baldissera – und gerät dabei selbst ins Lachen. Doch so unterschiedlich die Tiere seien, so verschieden sei auch ihre Ausdrucksweise. <BR /><BR /><b>Ausbildung und Erfahrung</b><BR /><BR />Um den Beruf der Tierkommunikatorin ausüben zu können, bedarf es keines jahrelangen Studiums. Es reiche eine Ausbildung, die man entweder online oder vor Ort absolviert, wie Baldissera erzählt. „Meine Ausbildung habe ich in vier Modulen in Deutschland gemacht“, ergänzt die Aldeinerin. Der Beruf sei in Italien aber nicht staatlich anerkannt. Daher sei es für Tierkommunikatoren auch schwierig, ihre Tätigkeit hauptberuflich auszuüben. „Momentan bin ich auch am Überlegen, ob ich beispielsweise Pferdemassage dazulernen soll, um mich selbstständig machen zu können. Oder ich würde gerne einige Kurse oder auch Tagungen anbieten.“ Trotz dieser Schwierigkeiten versucht Sophia Baldissera jedem Besitzer und jeder Tierart zu helfen. Da spiele es keine Rolle, ob es sich nun um Hunde, um Katzen, Hasen oder um Pferde handle. <BR /><BR /><b>Leidenschaft seit Kindertagen: Pferde</b><BR /><BR />Besonders die Pferde haben es der 22-Jährigen angetan. Ihre ersten Reitversuche hat sie mit neun Jahren gestartet und seither nicht mehr aufgehört. Mit 13 hat sie ihr erstes Pferd bekommen. Momentan stehen eine Paint-Appaloosa-Stute namens „Ledy“ und ein Tinker-Wallach namens „Bobby“ in Sophia Baldisseras Stall: „Ledy ist mein Herzenspferd“, meint die Aldeinerin mit einem Lächeln.<BR /><BR />Pferde würden ihre Besitzer meisterlich gut widerspiegeln. „Wenn das Pferd ein Problem hat, verstehen manche Menschen nicht, dass es eigentlich von ihnen aus kommt“, erklärt die 22-Jährige. Heute würden an ein Pferd häufig viele Erwartungen gestellt, die es zu erfüllen habe. Damit einhergehend könnten aber auch Probleme entstehen. „Ich glaube, vielen Pferden fehlt das Gefühl, einfach mal Pferd sein zu dürfen und nicht ständig irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen“, sagt Baldissera.<BR /><BR />Für alle Haustierbesitzer hat Sophia Baldissera einen guten Rat: „Was man tun kann, ist sich wirklich Zeit für das Tier zu nehmen. Dazu bedarf es keiner stundenlangen Trainingseinheiten.“ Manchmal würden schon einige Minuten genügen, in denen man sich intensiv mit seinem Vierbeiner beschäftigt: „Natürlich zählen viele Kuscheleinheiten auch dazu, um seinem Haustier eine Freude zu machen.“<BR /><BR />Baldissera selbst ist fest überzeugt: Tierkommunikation sei keine Zauberei, bewirke aber auch keine Wunder, wie sie betont. Wer sich aber intensiv mit seinem pelzigen Kameraden beschäftige und ihm gut „zuhöre“, könne das Tier bald schon von alleine sehr gut verstehen.<BR />