Dienstag, 24. September 2019

Die Freundschaft gefeiert

Bei kaum einem Anlass wird die grenzenlose Verbundenheit zwischen dem Tauferertal, dem Ahrntal und dem Zillertal so deutlich wie bei den Freundschaftstreffen, dessen erste Auflage 1982 in Mayrhofen im Zillertal stattfand und dessen 8. Auflage am Wochenende im Tauferer- und Ahrntal gefeiert wurde.

Foto: Auer Lukas Photography
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Foto: Auer Lukas Photography

Freundschaften können nur aufrecht erhalten werden, wenn sie gepflegt werden. Diesem Leitgedanken der gemeinsamen Treffen folgend, stand das 8. Treffen im Zeichen des Ausblicks, des Dankes, der Bestätigung und vor allem der Stärkung der Beziehungen untereinander.

Am Samstag wurden in Gais, in Mühlwald, in Sand in Taufers, im Ahrntal und in Prettau verschiedene Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten für die zahlreich angereisten Gäste aus dem Zillertal organisiert. „Damit soll das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur auf ein Dorf begrenzt, sondern die Täler verbindende Freundschaft zum Ausdruck gebracht werden“, sagte Stefano Mariucci, Vizebürgermeister der Marktgemeinde Sand in Taufers.

3000 Teilnehmer feiern grenzüberschreitende Verbindung

Treffen wie diese bieten die Möglichkeit, sich in kleineren Gruppen zu unterhalten und sich auszutauschen. Dies erleichtere ein Kennenlernen und verstärke bestehende Bindungen. „Die Begegnungen sollen sich nicht nur auf ein großes Treffen alle 5 Jahre beschränken, sondern über einen regelmäßigen Austausch zwischen Schulen, Vereinen und Gemeinden gefördert werden“, betonte Mariucci.

In diesem Sinne könnte mittelfristig ein Radweg über das Hundskehljoch verwirklicht und in ferner Zukunft vielleicht sogar über die Reaktivierung der Tauferer Bahn eine tälerverbindende Zugverbindung geschaffen werden.

Am Sonntagvormittag fand in Sand in Taufers nach dem landesüblichen Empfang im Beisein von Landeshauptmann Arno Kompatscher die feierliche Feldmesse statt. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Dekan Martin Kammerer zusammen mit Josef Innerhofer, Josef Profanter und dem Mayrhofner Pfarrer Jürgen Gradwohl. „Die geografische Nähe, aber vor allem die Geschichte, die gemeinsame Kultur und der christliche Glaube verbinden über die politische Grenze hinweg, die vor 100 Jahren gezogen wurde“, betonte Dekan Kammerer in seiner Predigt. Als wichtige Voraussetzungen für den Frieden zwischen den Menschen nannte er die Gerechtigkeit und die Freundschaft.

Über 40 Gruppen gestalten als Höhepunkt einen bunten Umzug

Die Freundschaft stehe auch im Mittelpunkt dieser Treffen, als Zeichen echter Verbundenheit und Zusammengehörigkeit.

Der anschließende Umzug mit über 40 Gruppen der am Treffen mitwirkenden Gemeinden und das gemeinsame Fest im Dorfzentrum von Sand in Taufers hat diese Freundschaft, ganz dem Motto des Festes „Grenzenlos“ folgend, besonders zum Ausdruck gebracht. Rund 3000 Personen haben am Fest teilgenommen.

Mit Landeshauptmann Arno Kompatscher haben eine ganze Reihe von Ehrengästen den Teilnehmern am bunten Umzug applaudiert, darunter Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler, Bezirkshauptmann Michael Brandl, die Bürgermeister und Bürgermeisterstellvertreter aus dem Tauferer- Ahrntal und dem Zillertal, der Initiator der Freundschaftstreffen, Altbürgermeister Toni Innerhofer, Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer, Landesrat Massimo Bessone, Vertreter des Südtiroler Landtags sowie die Alt-Senatoren Helga Thaler Ausserhofer und Hans Berger.

D/suh

stol