Montag, 13. März 2017

Die Heimatbühne Schabs zeigt Sibirien - mit Peter Mitterrutzner

In dem Werk von Felix Mitterer geht es um einen alten Mann (Peter Mitterrutzner), der von seiner Familie in ein Heim abgeschoben wurde. In seinen jungen Jahren war er Soldat und musste nach Sibirien in die Kriegsgefangenschaft.

Er beschreibt ständig, wie kalt und hart es dort war. Er vergleicht seinen jetzigen Zustand mit dem seinerzeit in Sibirien. Oft klagt er und sehnt sich nach den Zeiten mit seiner Frau und seinem Hund. Doch seine Familie will ihn nicht nach Hause zurückholen, wo er so gerne gewesen ist, da er sich über alles und jeden beklagt. Er kritisiert andauernd und mischt sich überall ein - ein richtiger Choleriker. Doch mit der Zeit begreift er, warum ihn seine Familie nicht zurückhaben möchte. Er fleht sie an und er verspricht, alles zu tun, was ihm gesagt wird. Nie wieder möchte er sich irgendwo einmischen, er möchte nur im Kreise der Familie sein und seinen Hund immer bei sich haben.

Er ist verzweifelt, da niemand ihm zuhört. Er schreibt einen Brief an den Bundespräsidenten, und beklagt in dem Schreiben die fürchterlichen Zustände im Pflegeheim, und wie schlecht dort alle behandelt werden. Er kämpft solange, bis der Bundespräsident ihn besucht und er ihm alles zeigen und von der Seele sprechen kann. (Es kommt nicht heraus, ob er sich das nur einbildet oder ob es wirklich passiert).

Die 5 Akte zeigen den zunehmenden körperlichen Verfall des Mannes. Anfangs kann er im Zimmer herumgehen, dann am Bett sitzen, schließlich nur noch bewegungslos liegen.

Seine letzten Worte lauten: „Agnes, meine liebe Frau, komm an meine Seite, Hund, leg dich mir zu Füßen, nicht mehr lange, dann werden wir zusammen am Flussufer sein und laufen und laufen.“

Das Stück wird am 17.03.2017 um 20:00 Uhr im Haus der Dorfgemeinschaft in Schabs aufgeführt, Reservierungen unter: 344 1706777, Ticket 15 €, freie Platzwahl

stol