Freitag, 01. Juli 2016

Die Istanbul-Attentäter stammen aus IS-Rekrutierungsgebiet

Die Attentäter vom Atatürk-Flughafen in Istanbul stammen den türkischen Behörden zufolge aus Rekrutierungsgebieten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im russischen Nordkaukasus und in Zentralasien.

Foto: © APA

Die Selbstmordattentäter seien ein Usbeke, ein Kirgise und ein russischer Staatsbürger gewesen, hieß es am Donnerstag aus türkischen Regierungskreisen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, der Russe stamme aus der Region Dagestan.

Die türkische Regierung verdächtigt den IS, hinter dem Angriff vom Dienstagabend mit insgesamt mindestens 47 Toten zu stecken. Die Regierung in Moskau bestätigte einen russischen Attentäter zunächst nicht.

Usbekistan, Kirgistan und Dagestan sind überwiegend muslimisch und gehörten einst zur Sowjetunion. Viele Extremisten aus dem Kaukasus und Zentralasien haben sich dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen.

Mehr Ausländer getötet als bisher bekannt

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim räumte ein, dass zwei der insgesamt drei Selbstmordattentäter doch in das Flughafengebäude eindringen konnten.

Die Zahl der von den Angreifern getöteten Ausländer ist höher als bisher bekannt. Innenminister Efkan Ala sagte am Donnerstag, 19 Ausländer seien unter den Opfern. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben von Anadolu auf insgesamt 44. Nicht darin eingerechnet sind die drei Selbstmordattentäter, die ebenfalls starben. Fast 240 Menschen wurden verletzt.

dpa

stol