Donnerstag, 23. Februar 2017

Die Lage in Griechenland nach Schließung der Balkanroute

Der Flüchtlingszustrom hat nach der Schließung der Balkanroute und dem zwischen der EU und der Türkei abgeschlossenen Flüchtlingspakt im März 2016 deutlich nachgelassen.

Der Flüchtlingszustrom hat nach der Schließung der Balkanroute und dem zwischen der EU und der Türkei abgeschlossenen Flüchtlingspakt deutlich nachgelassen.
Der Flüchtlingszustrom hat nach der Schließung der Balkanroute und dem zwischen der EU und der Türkei abgeschlossenen Flüchtlingspakt deutlich nachgelassen. - Foto: © APA/AFP

2015 waren insgesamt 856.000 Menschen nach Griechenland gekommen. In ihrer Mehrheit stammten sie aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. 36,7 Prozent davon waren Minderjährige.
Die meisten Migranten und Flüchtlinge reisten über die inzwischen geschlossene Balkanroute nach Mitteleuropa weiter. 2016 kamen deutlich weniger: Nur noch 121.450 Menschen setzten aus der Türkei nach Griechenland über.

Der Flüchtlingspakt wird von der Türkei eingehalten. Er sieht vor, dass die EU alle Migranten, die seit dem 4. April 2016 zu den griechischen Inseln übersetzen, zurück in die Türkei geschickt werden können. Seitdem geht die Zahl der Migranten zurück. Seit Jahresbeginn 2017 sind nach Angaben des griechischen Flüchtlingskrisenstabes 2104 Migranten und Flüchtlinge gekommen.

Rund 14.400 Migranten und Flüchtlinge leben heute auf den Inseln der Ostägäis. Sie dürfen diese Inseln nicht verlassen. Nur wer Asyl bekommt kann bleiben. Alle anderen sollen in die Türkei zurückgeschickt werden. Insgesamt leben in Griechenland zurzeit rund 62.000 Migranten. In ihrer Mehrheit sind sie in Lager in Nord- und Mittelgriechenland untergebracht.

apa/dpa

stol