Freitag, 09. Januar 2015

Die Sarner Heimatpfleger ziehen Bilanz

Mit den Werten der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft leben: der Obmann des Heimatpflege- und Kulturvereines Sarntal, Helmut Kritzinger, zog bei der Jahresversammlung eine Erfolgsbilanz.

Symbolfoto
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Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Es mischte sich im Saal in die Freude allerdings ein Hauch von Wehmut und Enttäuschung: Die Revitalisierung des Zehntmesserhauses als Kulturzentrum und Wohnungsmöglichkeiten für Sarner Familien ist in die Wege geleitet, aber der Verband für Heimatpflege in Bozen will jetzt nachträglich das Haus unter Denkmalschutz stellen, ohne je das Objekt gesehen oder besichtigt zu haben.

„Das ist eher ärgerlich und nicht nachvollziehbar“, sagte Kritzinger. Das Zehntmesserhaus bedarf einer dringenden und fachmännischen Sanierung und auch jedes Amt in Bozen sollte sich in den Dienst der kulturellen Aufklärung und des kulturellen Verständnisses bei solchen Anliegen stellen, schreibt der Heimatpflege- und Kulturverein in einer Aussendung.

Aber sonst überwiegt das Positive. Bei der Blumenschau gab es 18 Teilnehmer aus dem ganzen Tal. Die prachtvoll geschmückten Häuser wurden sowohl fotografisch wie auch filmisch von Hans Mesner dokumentiert und Obmann Helmut Kritzinger hob neben den Kulturfahrten ins Vinschgau und ins Pustertal auch die Fotodokumentation über die Familiengeschichten vor 80 bis 100 Jahren hervor, die damals den vielen Besuchern einen eindrucksvollen Überblick über das kulturelle wie auch gesellschaftliche und nicht immer leichte, sondern karge Leben im Tal in dieser Zeit gaben. Besonders behilflich zeigten sich Georg Felderer und Albert Thaler – Trienbacher. 

stol