Mittwoch, 18. Oktober 2017

Die schönsten Bergfotos 2017

Überwältigende Augenblicke, mystische Gipfel, Gratwanderungen zwischen Stillstand und Bewegung: Beim IMS Photo Contest 2017 wurden sensationelle Bergbilder auf dem Festival International Mountain Summit (IMS) in Brixen gekürt.

Das schönste Bergfoto 2017 - Foto: Sergio Tapiro Velasco
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Das schönste Bergfoto 2017 - Foto: Sergio Tapiro Velasco

Der IMS Photo Contest zählt zu den bedeutendsten Bergfoto-Wettbewerben der Welt. Rund 3.000 Fotografen aus 100 Ländern haben ihre einzigartigen Bilder in diesem Jahr eingereicht. Mit 6 Kategorien und 7 Preisen erhielten die Fotografen grenzenlose Kreativität. 

Die Jury hatte aufgrund der vielen einzigartigen Motive keine einfachen Entscheidungen zu treffen. Die 7 Gewinner wurden auf der IMS-Festivalbühne in Brixen feierlich mit Preisen geehrt.

Insgesamt wurden Preisgelder von 18.500 Euro an die Gewinner weitergegeben. Neben dem Geldpreis von 2.000 Euro pro Kategorie plus Anreisekosten von bis zu 500 Euro, gab es für das „Bergfoto des Jahres“ weitere 3.000 Euro zu gewinnen.

Das sind die Gewinner des IMS Photo Contest 2017 mit ihren Fotos und Geschichten (siehe auch Bildergalerie am Ende des Artikels).

Licht gehört dem Himmel

Das Gewinnerfoto 2017 stellt einen einzigartigen Moment dar, der genau in dieser einen Sekunde perfekt sein musste, um das Naturwunder einzufangen: Sergio Tapiro Velasco war im Januar dieses Jahres 12 Kilometer vom Krater des Colima Vulkans in Mexiko entfernt, als dieser plötzlich ausbrach.

„Ich hörte auf einmal einen großen lauten Knall, dann sah ich die heiße Lava den Berg hinunterfließen und die riesige Aschewolke, die sich in den Himmel erhob“, beschreibt er und handelt sofort: Mit einer unglaublich hohen technischen Brillanz hat der Fotograf in dieser sehr gefährlichen Situation einen unbeschreiblichen Moment für immer festgehalten. Seinem Foto gibt er den Titel: „Light belongs to Heaven“. 

Der Reinerlös in der Kategorie Team Spirit kam dem LAUREUS Projekt Schneetiger aus Österreich zugute. Die Initiative ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit Behinderung oder mit Benachteiligung den Zugang zum Wintersport. Die Fotos in dieser Kategorie zeigen, wie wichtig und schön es ist, Erlebnisse im Sport, am Berg, in der Freizeit gemeinsam zu erleben. Hinter dem Siegerfoto „Prayer Flag“ von Sebastian Wahlhuetter steckt eine wertvolle Geschichte: „Im Himalaya ist es Tradition, dass auf den Gipfeln Fahnen als Zeichen von Frieden, Mitgefühl, Stärke und Weisheit aufgehängt werden. In unserem Projekt haben wir auch in Österreich eine Fahne kreieren wollen, die Harmonie und Frieden verdeutlichen soll.“ Das Projekt am Peilstein wurde gemeinsam mit Slacklinern aus Wien realisiert.

Foto: Sebastian Wahlhuetter

Auch Foto der Dolomiten unter den Siegern

Berge existieren seit Jahrmillionen, scheinen unveränderlich zu sein, doch das Zusammenspiel mit der Natur erzeugt in all ihren Facetten einzigartige und einmalige Eindrücke. Der Gewinner der Kategorie Mountain Natur, präsentiert von Picanova, Weltmarktführer im Bereich der individuellen Wanddekoration mit dem Schwerpunkt Fotoleinwände, stammt aus Italien. Einen faszinierenden Moment hielt Jona Salcher auf der Seceda in den Dolomiten fest. „Als wir dem Gipfel ganz nah waren, öffnete sich plötzlich die Nebelfront. Dieses Bild, das entstand, fesselte mich und ließ mich nicht mehr los“, sagt er. Seine beeindruckende Aufnahme trägt den Titel „Far Away“. 

Foto: Jona Salcher

Zum Berg gehören aber auch Dynamik, Geschwindigkeit und Abenteuer. Die Kategorie Mountain Action, präsentiert vom  langjährigen Partner des IMS Photo Contest, dem Premium Apfel Hersteller, KIKU, stellte Menschen in den Fokus, die Bergsport betreiben. Skifahrer, die Steilabhänge hinab sausen, Fallschirmspringer und Drachenflieger, die den Adrenalinkick suchen oder Slackliner, die ihre Befestigungspunkte an den Gipfeln finden. Das Gewinnerfoto „Into the Sky“ vereint die Kraft der Natur mit der menschlichen Kraft der Bewegung. Patrick Steiner aus Österreich konnte kurz vor dem Sonnenuntergang am Arlberg dieses bewegte Gipfelerlebnis einfangen, bevor der Nebel auch den Gipfel umhüllte.

Foto: Patrick Steiner

Regen, schneebedeckte Berglandschaften und beeindruckende Wasserfälle: Es gibt unendlich viele Formen von Wasser in den Bergen. Die Kategorie Mountain Water wurde vom Südtiroler Energieproduzenten Alperia präsentiert. Sie vereint Bilder, die sowohl die Schönheit, als auch das die wilde Seite dieser Naturgewalt darstellen. Als Gewinner kürte die Jury den Italiener Maurizio Casula mit seinem Foto „Stockness Night“. Für den Sieger ist das Foto des Berges Klifatindur in Island eng verbunden mit einem persönlichen inneren Berg: „Ich nahm dieses Foto bei meiner ersten Reise in Island auf und fühlte sofort einen inneren Frieden, den ich noch nie zuvor gespürt hatte“.

Foto: Maurizio Casula

Das Leben in den Bergen

In der Kategorie Mountain Faces erzählen die Fotos von Bergliebhabern aller Art, die Geschichten erzählen und Gesicht zeigen. Das Leben am und mit dem Berg hat ihr Leben geprägt. Das Gewinnerfoto von Anton Yankovyi heißt „Wind-hardened“ und stellt einen ganz besonderen Menschen in den Vordergrund. „Ich traf diesen Jungen in Nepal am Fuße des Manaslu“, erzählt Yankovyi. „Nirgendwo sonst habe ich einen so unabhängigen und selbstbewussten Jungen wie hier im Himalaya getroffen.“

Foto: Anton Yankovoy

Für Menschen, die ihre Freizeit am liebsten in den Bergen verbringen und großartige Eindrücke mit dem Smartphone einfangen, gab es beim IMS Photo Contest 2017 erstmals die Kategorie Mountain Mobile. Diese wurde vom International Mountain Summit unterstützt. Das Gewinner-Foto von Christine Trebo entstand nach einer langen Wanderung und zeigt eine kurze Pause am Gran Cir in den Dolomiten. Plötzlich verändert sich das Wetter und lässt eine beeindruckende Atmosphäre entstehen. Passend dazu ist der Titel: „A gentle mouth to rest within“.

Foto: Christine Trebo

Der IMS Photo-Contest 2017 wurde von einer international besetzten Fachjury begleitet. Darunter sind Ray Demski, Ulla Lohmann, Georg Tappeiner, Erwin Brunner, Stefano Fantoni, Robert Bösch, Manuel Ferrigato, Neve Mazzoleni, Andreas Mierswa und Susanna Scafuri.

stol

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