<b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />In Wahrheit geht es uns doch allen gleich: Unser Kopf ist voller Ideen, immer wieder flammt Begeisterung für das oder jenes auf und irgendwo in einem kleinen Kämmerlein mitten in unserem Herzen sind unsere wertvollsten Wünsche und Träume sicher verwahrt. <BR /><BR />Der Gedanke daran, etwas Neues auszuprobieren, Laster abzulegen oder gar unser ganzes Leben zu ändern, ist durchaus verlockend und immer wieder gelingt es uns sogar, loszustarten und ein paar Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Doch spätestens, wenn das erste Hindernis auftaucht, wird unser Durchhaltevermögen auf eine harte Probe gestellt. Dann entscheidet sich, ob unser Antrieb groß genug ist, das Ganze tatsächlich durchzuziehen. <BR /><BR />Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal die Frage gestellt, warum wir für bestimmte Veränderungen die Kraft aufbringen, obwohl wir dafür eine Hürde nach der nächsten überspringen müssen, während wir bei anderen oft schon aufgeben, bevor wir überhaupt richtig begonnen haben. <BR /><BR />Die Antwort ist ganz einfach: Es liegt an unserem persönlichen Warum. Nur wenn der Grund, wieso wir etwas machen, stark und wichtig genug ist, sind wir imstande, uns aufzurichten, wenn wir fallen, und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren – koste es, was es wolle. Fehlt hingegen der tiefere Sinn hinter einer Entscheidung, wird sie oft schnell wieder revidiert. Nicht zuletzt der Bequemlichkeit halber. <h3> Was tun bei Gegenwind?</h3>In der Fachsprache wird in diesem Zusammenhang zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterschieden. Erstere ist dabei an äußere Faktoren gekoppelt. Will heißen, wir machen etwas, weil wir uns ein Ergebnis erwarten, das nicht nur von uns selbst abhängig ist: eine Belohnung, Geld, einen bestimmten Status oder Anerkennung von unserem Umfeld. <BR /><BR />Dies kann zwar eine Zeit lang funktionieren, insgesamt steht das Vorhaben jedoch meist auf wackeligen Beinen. Bleibt der Erfolg aus oder erhalten wir nicht die erwünschte Rückmeldung, sind wir nämlich schnell versucht, aufzugeben und uns wieder vermehrt anderen Tätigkeiten zuzuwenden. <BR /><BR />Anders verhält sich das Ganze, wenn unser Antrieb von innen kommt, wir also intrinsisch motiviert sind. In diesem Fall ist das Warum für eine Veränderung in uns selbst verankert. Wir merken, dass wir dadurch unseren Werten näherkommen, empfinden Freude oder Begeisterung an der Sache selbst, erkennen einen Mehrwert für unser Wohlbefinden und unser Leben im Allgemeinen und verstehen, dass uns das, was wir tun, unseren Träumen ein Stück weit näherbringt. <BR /><BR />Gegenwind ist deshalb kein Grund, das Vorhaben wieder über Bord zu werfen. Im Gegenteil. Denn intrinsisch motivierte Menschen wissen: Ich darf mein Leben selbst in die Hand nehmen und es so gestalten, dass es mich glücklich macht. <h3> Zur Person</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1172901_image" /></div> <BR />Doris Ebner ist diplomierte Neuromentaltrainerin. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ihre Faszination für die Gehirnforschung und die Kraft der Gedanken entdeckt und erfahren, welche Möglichkeiten darin verborgen liegen. Ihre besondere Begeisterung gilt dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, weshalb sie mit Leidenschaft ihr Wissen an andere Menschen weitergibt und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Zudem hat Doris Ebner Germanistik und Musik studiert und arbeitet als Redakteurin.