Freitag, 29. Mai 2015

„Die Wanderhure“ auf Schloss Runkelstein

„Die Wanderhure“ hat am Mittwoch auf Schloss Runkelstein Premiere gefeiert.

BIldquelle: Veranstalter
BIldquelle: Veranstalter

Nach der überaus erfolgreichen Aufführungsserie des Kultstückes „Der Name der Rose“ von Umberto Eco 2010 auf Schloss Runkelstein hat der Bezirk Bozen des Südtiroler Theaterverbandes das Recht erworben, die Bühnenfassung des Bestsellers „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz aufzuführen.

Die beiden Autoren Iny und Elmar haben ihr Kommen zugesagt. Dass sie  die Handlung dieser grausamen Geschichte der Marie Schärer in die Zeit des Konstanzer Konzils (1414 - 1418) eingebettet haben, kommt nicht von ungefähr. Oswald von Wolkenstein inspirierte sie dazu. Innerhalb der vier Jahre des Konzils  betreuten 800 Huren   die  70.000 Besucher aus aller Welt  in der 7000 Einwohner zählenden Kleinstadt.

König Sigismund hatte das Konzil initiiert, um das Schisma zu beenden – die Kirche war gespalten, drei  Päpste waren zu viel. Die Reformation hatte längst ihren Anfang genommen. Der König versprach dem Reformator Jan Hus freies Geleit, er brach das Wort, Hus wurde verbrannt.

In den Netzen der Intrigen, der Habgier, der Bestechung  und des Verrats  wird Marie Opfer einer gemeinen List. Graf Ruppert hält um die Hand der  Bürgerstochter Marie an; niemand  ahnt , dass es dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Marie wird vergewaltigt,  in den Fängen des  geistlichen Gerichts verurteilt, gepeitscht und  verbannt.

Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Der Hinweis von Oswald von Wolkenstein auf den Sündenpfuhl Konstanz  bot die Anregung für den Weltbestseller.

Die Aufführungen: 3. Juni bis 3. Juli 2015,

Reservierungen: Verkehrsamt Bozen, Tel.:0471/ 307000, [email protected]

Information ab 18.00 h - Tel. 366/4887852;

Alle Infos unter: www.die-wanderhure.it

 STOL war bei der Premiere mit einem Fotografen on Tour und zeigt die besten Bilder.

stol