Freitag, 16. Februar 2018

Die Widerstandsbewegung „Weiße Rose“

Die „Weiße Rose“ war eine Widerstandsgruppe an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, die im Zweiten Weltkrieg gegen den Nationalsozialismus auftrat. Ihre bekanntesten Mitglieder waren die Geschwister Hans und Sophie Scholl. Eine wesentliche Rolle spielten auch Professor Kurt Huber sowie die Studenten Willi Graf, Christoph Probst und Alexander Schmorell.

Am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl der Polizei ausgeliefert.
Am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl der Polizei ausgeliefert. - Foto: © shutterstock

Von Sommer 1942 bis Februar 1943 verfasste und verteilte die Gruppe sechs Flugblätter gegen das NS-Regime und gegen die Kriegspolitik. Sie machte auch den Massenmord an den Juden in Osteuropa publik.
Am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl beim Auslegen des sechsten Flugblatts in der Ludwig-Maximilians-Universität von einem Universitätsdiener entdeckt und der Polizei ausgeliefert.

Vier Tage später wurden sie nach einem Schauprozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Weitere Verhaftungen und Prozesse folgten. Das sechste Flugblatt gelangte über andere Widerständler nach London und wurde später von der britischen Luftwaffe in vielen Exemplaren über Deutschland abgeworfen.

apa/dpa

stol