Im Sanitätsbetrieb will man sich jedenfalls bei der Attraktivität der Stellen für Frauen Mühe geben: „Wir fördern nach Kräften familienfreundliche Maßnahmen wie z. B. Kinderhorte oder bieten Teilzeit-Stellen an. Aber auch die Möglichkeiten, eine Führungsposition zu besetzen, werden vom Südtiroler Sanitätsbetrieb aktiv unterstützt.“ <BR /><BR />Mit Ende des vergangenen Jahres 2023 haben laut der Stiftung ENPAM erstmals mehr Ärztinnen als Ärzte in Italien gearbeitet. Und in Südtirol? Zumindest im Südtiroler Sanitätsbetrieb ist dies schon seit ein paar Jahren Realität. Zwar sank ihr Anteil an der ärztlichen Belegschaft im Jahr 2023 auf 46 Prozent, in den beiden Vorjahren lag er jedoch mit 53 Prozent knapp darüber. Zwar sind in diesen Zahlen auch die Personen in Facharztausbildung bereits eingerechnet. Doch auch wenn man diese rausrechnet, bleiben es für 2021 und 2022 mit jeweils 52 Prozent mehr Ärztinnen als Ärzte im Sanitätsbetrieb. <BR /><BR />Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man nur die nächste Generation der Mediziner anschaut: Der Anteil der Frauen in der Facharztausbildung im Südtiroler Sanitätsbetrieb lag 2023 bei 57 Prozent. In den beiden Vorjahren mit 60 bzw. 59 Prozent sogar noch darüber. Vorausgesetzt, die Frauen finden Arbeitsbedingungen vor, die ihnen entgegenkommen, dürfte künftig also mit mehr weiblichem als männlichem Nachwuchs in der Ärztebelegschaft zu rechnen sein.