Labyrinthe faszinieren Menschen seit Jahrtausenden. Ob in Felsen geritzt, mit Steinen aus- und in Gärten angelegt oder als Fresken in Kirchen dargestellt, eines haben alle gemeinsam: Es gibt nur einen Weg, der ins Zentrum führt. In diese Mitte zu finden, die symbolisch für Gott oder das eigene Ich stehen kann, ist das Ziel eines jeden Labyrinthes. Einer der wichtigsten Vertreter für Labyrinth-Kunst in Italien ist der Grödner Diego Deiana, wie nicht zuletzt die Auszeichnung „Le Cronache del Mistero 2014“ zeigt, die ihm jüngst in Arcinazzo (RM) verliehen wurde. Hinter dem Preis stehen die Region Latium, die Provinz Rom, mehrere gesamtstaatliche Kulturvereinigungen sowie italienische Medien und Kunst-Plattformen im Netz. Die Juroren des Preises lobten Deianas Werke, in denen er sich mit Labyrinthen in allen möglichen Dimensionen und unter Verwendung höchst unterschiedlicher Materialien auseinandersetzte. Darunter zum Beispiel ein begehbares Labyrinth am Kirchplatz von St. Christina/Gröden mit 10,5 Metern Länge, ein weiteres am Monte Pana vor der atemberaubenden Kulisse des Langkofels sowie zahlreiche vergoldete Bilder in verschiedenen Größen. „Die Fülle und der Facettenreichtum der Labyrinth-Kunst von Deiana sorgen dafür, dass das Symbol des Labyrinths in Italien mehr Wertschätzung und Sichtbarkeit erhält“, heißt es in der Begründung der Jury. Auf den Grödner Künstler aufmerksam geworden, ist die Jury übrigens durch eine Empfehlung des Labyrinth-Kenners und künstlerischen Beirats Giancarlo Pavat. Deiana arbeitet seit 1990 als selbständiger Kunstmaler und Vergolder in St. Christina und ist seit 2003 Teil der Grödner Künstlervereinigung UNIKA.