Donnerstag, 14. Juli 2016

Dienste für Obdachlose und Menschen in schwierigen Lagen

Richard Peer stellt dem Stadtrat soziale Einrichtungen in Brixen vor

v.L.n.R: Generalsekretär Josef Fischnaller, Stadtrat Thomas Schraffl, Bürgermeister Peter Brunner, Stadträtin Monika Leitner, Stadtrat Josef Unterrainer, Präsident Richard Peer, Stadträtin Paula Bacher, Vizebürgermeister Claudio Del Piero
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v.L.n.R: Generalsekretär Josef Fischnaller, Stadtrat Thomas Schraffl, Bürgermeister Peter Brunner, Stadträtin Monika Leitner, Stadtrat Josef Unterrainer, Präsident Richard Peer, Stadträtin Paula Bacher, Vizebürgermeister Claudio Del Piero

Auf Initiative der Stadträtinnen Paula Bacher und Monika Leitner stellte in der gestrigen Stadtratssitzung Richard Peer die Einrichtungen für Menschen in schwierigen Lebenslagen vor. Zu ihnen gehören die Obdachlosenunterkunft, die Essensausgabestellen, Kleiderkammern und Beratungsstellen, die auf rasche Hilfe abzielen und nun auf einer Sozialstadtkarte zu finden sind, welche die Gemeinde kürzlich herausgegeben hat.

Richard Peer ist Vorsitzender der Brixner Vinzenz-Konferenz St. Michael, die seit 130 Jahren auf eine besonders diskrete Art für rasche und unbürokratische Hilfe sorgt.

Zunächst übergab Peer Bürgermeister Peter Brunner ein Dankesschreiben für die Unterstützung der Gemeinde bei der Sanierung des Dienstbotenheims in der Trattengasse. Dort sind heute Seniorinnen und Senioren untergebracht, die sich die stadtüblichen Wohnungsmieten mit ihrer Rente nicht mehr leisten können. Daneben betreibt die Vinzenzkonferenz eine Lebensmittel-Ausgabestelle und eine Kleiderkammer im Kolpinghaus. Dort befindet sich auch die Beratungsstelle der Vinzenzkonferenz.

Etwa 70 Familien, insgesamt bis zu 200 Betreute, wenden sich laut Peer wöchentlich in den Freitags-Sprechstunden an die 12 Mitarbeiter die alle ehrenamtliche tätig sind. „Brixen verfügt insgesamt über ein sehr gutes Netz an sozialen Auffang-Einrichtungen. Der Grundsatz unserer Vinzenzkonferenz ist es, grundsätzlich kein Geld zu geben. Wir hören zu, prüfen und wägen die Fälle gründlich ab und geben dann Gutscheine für Apotheken und Geschäfte oder bezahlen Mieten und Rechnungen.

Weil wir ausschließlich auf Spendengelder zurückgreifen, können wir rasch und unbürokratisch Hilfe leisten. Besonders wichtig ist die alljährliche Allerheiligensammlung im Friedhof. Die gespendeten Gelder kommen direkt und unmittelbar bei jenen Brixner Bedürftigen an, die sie wirklich brauchen.“ Das stark zunehmende und aufdringliche Betteln in der Stadt, das oft organisiert ist, sieht er als problematisch. „Besonders ältere Menschen sind vom Helfen geprägt. Geben ist für sie Pflicht. So kommt das Geld aber nicht bei den Richtigen an.“ Er selbst gibt Bettlern kein Geld, sondern Lebensmittel, und rät, Geld besser an Hilfsvereine zu spenden.

Die Hilfsangebote für die sozial Schwächsten sind in einem von der Gemeinde herausgegebenen Stadtplan verzeichnet. Dieser enthält neben den Diensten der Vinzenzkonferenz auch die Essensausgabestelle der Caritas in der Ruggadgasse, in der 2x täglich warme Mahlzeiten erhältlich sind, die Schlafstätte für obdachlose Männer in der Romstraße, die Kleiderausgabe- und Beratungsstelle des italienischen Roten Kreuzes, die Beratungsstelle des Sozialsprengels und das Haus der Solidarietät.

 

Gemeinde Brixen, Brixen

stol