Mittwoch, 23. Januar 2019

Digitales Marketing: Was Nutzer wollen? Immer bessere digitale Angebote

Nutzerfreundliche mobile Internetseiten, Augmented Reality, Chatbots und Omni-Channel-Marketing werden nur einige Online-Trends sein, die Einfluss auf die digitalen Marketingstrategien 2019 haben.

Eines der ausgereiftesten Omni-Channel-Marketing-Systeme hat zurzeit die Kaffeehauskette Starbucks. Bild: Shutterstock
Eines der ausgereiftesten Omni-Channel-Marketing-Systeme hat zurzeit die Kaffeehauskette Starbucks. Bild: Shutterstock

Aus vielen, mach eines: Das Omni-Channel-Marketing basiert darauf, dass Unternehmen statt einer Vielzahl getrennter Marketingkanäle ein vereinheitlichtes Kommunikationssystem aufzubauen. Onlineressourcen, soziale Netzwerke und mobile Apps wirken dabei zusammen und bieten dem Nutzer eine nahtlose und kontinuierliche Interaktion mit dem Unternehmen. Eines der ausgereiftesten Systeme hat dabei im Moment noch Starbucks. Beim ihrem Treueprogramm werden Kundenkarten verwendet, die mit dem Profil und Konto des Kunden verknüpft sind. Die Karten lassen sich über das Smartphone oder den Computer, auf der Website, mit einer mobilen App oder direkt im Coffeeshop auslesen und aufladen. Bei einer Bestellung über die App wird die Fahrtzeit zum nächstgelegenen Shop ermittelt, damit das Getränk rechtzeitig zur Ankunft des Nutzer bereitsteht und zudem können die User gleich noch die Musik auswählen, die im Shop gespielt wird, indem sie der Starbucks-Playlist einen Song hinzufügen.

All diese neuen Funktionen verlangen aber nach einer weiteren Verbesserung: nämlich die Verbesserung der mobilen Webseiten. Die Nutzer erwarten immer öfter und immer bessere digitale Angebote. Wenn diese aber auch genutzt werden sollen, müssen sich beide Plattformen – App und Website – ergänzen und ein nahtloses mobiles Shoppingerlebnis bieten. Im kommenden Jahr wird also eine weitere wichtige Herausforderung neben der Geschwindigkeit darin bestehen, das mobile Web mit revolutionären Lösungen nutzerfreundlicher zu gestalten und es werden Unternehmen die Nase vorn haben, die nutzerorientiert denken und in mobile Plattformen investieren - oder in Bots.

Immer häufiger werden bei Interaktionen zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden Bots eingesetzt. Bis 2020 sollen nicht weniger als 85 Prozent dieser Interaktionen ohne menschliche Beteiligung erfolgen. Bisher wird dieser Trend nur durch die konservative Einstellung der Nutzer gehemmt, denn laut Statista geben nur 34 Prozent der Umfrageteilnehmer Chatbots den Vorzug vor herkömmlichen Kanälen der Kommunikation mit Onlinehändlern. Aber mit der neuen Generation von KI-Chatbots, die Informationen über den Nutzer anfordern, die gesprochene Sprache verstehen und zu einem richtigen Dialog fähig sind, kann sich das Meinungsbild durchaus ändern.

Die digitalen Neuerungen finden also immer mehr Platz im normalen Alltag. So auch Augmented Reality (AR). In jüngster Zeit haben hauptsächlich Unternehmen aus dem Beautybereich beim digitalen Marketing AR eingesetzt. L'Oreal, Punky Color und Madison Reed verwenden sie für virtuelles Make-up schon lange. IKEA hat 2016 eine AR-App herausgebracht, mit der der Nutzer die gewünschten Möbel virtuell in seinen vier Wänden aufstellen kann und Coca-Cola hat vor kurzen einen Marken-App für AR-Übertragungen von Autorennen des US-amerikanischen Motorsportverbands NASCAR gesponsert. Das virtuelle Eingangstor auf dem Smartphone-Bildschirm hat die Form einer überdimensionalen Cola-Dose. Davon verspricht man sich bei Coca-Cola eine Stärkung der Kundenbindung, während die Verantwortlichen bei NASCAR hoffen, damit Millennials anzusprechen.

Egal, auf welchem Bereich man blickt, in 2019 wird es richtig spannend in der digitalen Welt.

Weitere Informationen bei Südtirol Online Marketing - [email protected]

stol