Montag, 12. Januar 2015

Dissinger fordert "akzeptierte Seilbahnverbindung"

Der unabhängige Gemeinderat von Brixen, Klauspeter Dissinger, will die Aussage des Brixner Bürgermeisters, dass die Busverbindung zwischen Brixen und der Plose gut funktioniere, nicht stehen lassen. Und fordert eine "von der Bevölkerung akzeptierte Seilbahnverbindung".

Klauspeter Dissinger, unabhängiger Gemeinderat in Brixen
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Klauspeter Dissinger, unabhängiger Gemeinderat in Brixen

Klauspeter Dissinger will die Antwort des Brixner Bürgermeisters Albert Pürgstaller auf seine Kritik, dass die Busverbindung auf die Plose nicht funktioniere, so nicht stehen lassen. In einer Presseaussendung erinnert er noch einmal, dass die Bevölkerung von Brixen sich beim Referendum ganz klar für eine bessere Busverbindung ausgesprochen habe. "Die meisten dieser Wähler waren aber prinzipiell nicht gegen eine Seilbahn, sondern lediglich gegen den Standort Bahnhof", meint Dissinger.

Die Arbeitsgruppe, die zur Umsetzung des Referendums-Ergebnisses (Verbesserung der Bus-Verbindung auf die Plose) eingesetzt worden sei und der auch die oppositionellen Gemeinderäte angehörten, habe sich intensiv mit der Analyse des Wahlergebnisses auseinandergesetzt und sei zum Schluss gekommen, dass eine verbesserte Busverbindung nur eine Übergangslösung darstellen sollte.

"Dass, wie jetzt behauptet wird, die Busverbindungen bereits im letzten Jahr verbessert wurden, stimmt so  nicht!", betont Dissinger. "Bis vor zwei Jahren verkehrten nämlich die Ski-Busse halbstündig. Seit einem Jahr verkehrt der Ski-Bus nur mehr stündlich, der halbstündige wurde dagegen mit dem Linienbus usammengeschlossen, was ja begrüßenswert ist, da man dadurch kosten spart. Allerdings bedient dieser Bus nicht mehr das ganze Stadtgebiet, sondern fährt lediglich bis zur Bushaltestelle".

Seit vergangenem Jahr beteiligen sich laut Dissinger auch die Benutzer der Busse mit 1,50 Euro pro Fahrt an den Spesen.

"Von mir und von anderen in der Arbeitsgruppe kam lediglich die Forderung in den Stoßzeiten - Weihnachtsferien, Faschingsferien und an Sonntagen - die Frequenz der Busse am Morgen und am Nachmittag zu verdoppeln", schreibt Dissinger. Die zusätzlichen Busse sollten dabei in die entgegengesetzte Richtung fahren, um die Stadt besser zu bedienen.

"Es ist schon verwunderlich, dass genau die Befürworter einer Seilbahnverbindung vom Bahnhof, die uns bei einer Nichtrealisierung ihrer gewünschten Seilbahntrasse Horrorszenarien von mehr als 50 Bussen pro Stunde auf der Plosestraße an die Wand malten, jetzt die bestehenden Busverbindungen als ausreichend  betrachten", meint Dissinger.     

Daher fordert er die Gemeindeverwaltung auf, die Anliegen der Bevölkerung ernst zu nehmen, so schnell wie möglich eine von der Bevölkerung akzeptierte Seilbahnverbindung zu realisieren und in der Zwischenzeit die Busverbindungen so zu optimieren, dass diese den Erfordernissen der Bevölkerung entsprechen.

stol