Was Blockbuster-Regisseur Tom Harper über die Dreharbeiten zu „Heart of Stone“ am Schnalstaler Gletscher verrät.<BR /><BR /><BR />2 Wochen lang tummelten sich etwa 500 Filmschaffende – Schauspieler, Komparsen aus Südtirol, dem Trentino sowie dem Veneto und natürlich das Profi-Team rund um Regisseur Tom Harper (42, „Aeronauts“, „Wild Rose“, „The Woman in Black: Angel of Death“) – für die Big-Budget-Produktion von Netflix im Schnalstal. Und dennoch lief alles sehr diskret ab, ohne Presserummel, Setbesuche oder Paparazzi. <BR /><BR />Netflix hatte nicht um eine Filmförderung durch das Land bzw. IDM Südtirol angesucht. Entsprechend „leise“ waren die Dreharbeiten. „Wie bei allen großen Produktionen wollte die Filmcrew in Ruhe arbeiten“, erklärt Stefan Hütter, Leiter Marketing und Vertrieb der Schnalstaler Gletscherbahn AG. Über den Film selbst ist bisher wenig bekannt. Nur soviel: Die israelische Schauspielerin Gal Gadot („Wonder Woman 1984“, siehe auch oben) jagt in bester „Mission: Impossible“-Agenten-Manier Bösewichte. Ebenfalls im Hauptcast (Kreischalarm, Mädels!): Jamie Dornan (39) aus der „50 Shades of Grey“-Reihe. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="748364_image" /></div> <BR /><BR /><b> Mister Harper, ein Film mit Gal Gadot in der Hauptrolle muss der Traum eines jeden Regisseurs sein.</b><BR />Tom Harper: Ja, auf jeden Fall! Und besonders in einem Film-Genre, das bisher von männlichen Hauptdarstellern dominiert wurde. „Heart of Stone“ ist für mich die aufregende Gelegenheit, mit jemandem zu arbeiten, der so überzeugend und charismatisch ist wie Gal. <BR /><BR /><b>Was war der erste Spionagefilm, den Sie gesehen haben?</b><BR />Harper: Das muss ein James-Bond-Streifen zu Zeiten von Roger Moore gewesen sein. Ich habe mit meinem Bruder James immer ein Spiel gespielt: Er war James Bond, und ich war Tom Bond. Bei einem Spionagefilm fasziniert mich die Vorstellung, dass es abseits der Öffentlichkeit eine ganze Welt gibt, in der Menschen auf Leben und Tod darum kämpfen, Katastrophen zu verhindern. <BR /><BR /><b>Wie fiel die Entscheidung, Sie auf den „Heart of Stone“-Regiestuhl zu setzen?</b><BR />Harper: Ich hatte mit dem Unternehmen Skydance Media (Produktionsfirma, Anm. d. Red.) gesprochen, das viele Filme produziert, die ich liebe – insbesondere die „Mission Impossible“-Reihe. Sie schickten mir das Drehbuch, und nachdem ich auch mit Gal Gadot gesprochen hatte (sie hat meinen Film „Wild Rose“ gesehen und liebt ihn), hatte ich das Glück, dass sie mich ausgewählt haben.<BR /><BR /><b>Dürfen Sie schon etwas über die Handlung von „Heart of Stone“ verraten?</b><BR />Harper: Rachel Stone, gespielt von Gal Gadot, ist eine Geheimdienst-Mitarbeiterin und die einzige Frau, die zwischen einer mächtigen, globalen Friedensorganisation und dem Verlust deren wertvollsten – und gefährlichsten – „Vermögens“ steht.<BR /><BR /><embed id="dtext86-53412174_quote" /><BR /><BR /><BR /><b>Wer gehört noch zum Cast?</b><BR />Harper: Neben Gal Gadot und Jamie Dornan auch Bollywood-Star (Anm. d. Red.) Alia Bhatt, Jing Lusi, Paul Ready, Enzo Cilenti, Matthias Schweighöfer, Sophie Okonedo... und ein Überraschungsgast, der bald bekannt gegeben wird. Es ist eine sehr internationale Besetzung. <BR /><BR /><b>Wo wird noch gedreht?</b><BR />Harper: In Marokko, im Vereinigten Königreich, in Island und Portugal. <BR /><BR /><b>Warum sollte man diesen Film unbedingt gesehen haben?</b><BR />Harper: Es gibt eine Menge Gründe. Da wir uns in diesen unglaublichen Südtiroler Bergen befinden, fallen mir sofort die Drehorte ein. Aber eigentlich ist es eine Kombination aus allen Faktoren: Action, Charaktere, Leistung.<BR /><BR /><b>Spionagefilme à la „Mission: Impossible“ leben von spektakulären Fallschirmsprüngen, Faustkämpfen, aufregenden Hubschrauberszenen und mehr. Wird „Heart of Stone“ auch so sein?</b><BR />Harper: Ja! Er wird sich an anderen Filmen des Genres orientieren, aber er wird auch seine eigene Note haben. Wir werden etwas Neues und Frisches schaffen.<BR /><BR /><b>Es sollen also großartige Stunts im Film vorkommen. Was tut die Produktion, um die Sicherheit aller zu gewährleisten?</b><BR />Tom Harper: Bei unserem allerersten Besuch habe ich 2 großartige kennengelernt: Veit (Pircher, Anm. d. Red.) und Arnold (Kuntner, Anm. d. Red.) – sie leiteten unser Sicherheitsteam in den Bergen und haben während unserer Zeit im Schnalstal auf uns aufgepasst. Und wir waren ein großes Team... Veit und Arnold waren aber nicht nur aus sicherheitstechnischer Sicht von unschätzbarem Wert, sondern kannten sich auch bestens in der Gegend aus. Es machte viel Spaß, sie um sich zu haben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="748367_image" /></div> <BR /><b><BR />Wo liegen die Grenzen für die Schauspieler in Ihren Filmen?</b><BR />Harper: Wenn ich mit Schauspielern arbeite, versuche ich, einen Punkt zu erreichen, an dem wir uns gegenseitig genug vertrauen, um Risiken einzugehen. Manchmal bedeutet das, dass man nicht immer alles richtig macht, aber es bedeutet auch, dass man an die Grenzen gehen und wirklich aufregende Orte erreichen kann. <BR /><BR /><b>Wie haben Ihnen das Schnalstal und die Alpin Arena gefallen?</b><BR />Harper: Sie gehören zu den besten Drehorten, an denen ich je gearbeitet habe. Jedes Mal, wenn ich auf die Berge schaute, konnte ich kaum glauben, dass dies mein „Büro“ für den Tag ist. Die Crew war unermüdlich und gut gelaunt, trotz der Herausforderungen, die die Dreharbeiten in dieser Höhe und während einer Pandemie mit sich bringen. Wir hätten uns nicht willkommener fühlen können, und ich werde wieder in diese wunderschöne Gegend kommen. <BR /><BR /><b>Was war für Sie der Höhepunkt der Dreharbeiten?</b><BR />Harper: Das Licht über den Bergen 20 Minuten nach Sonnenuntergang.<BR />