Freitag, 17. März 2017

Drei Jahre Annexion: Russland beharrt auf seinem Recht auf die Krim

Zum dritten Jahrestag der Krim-Annexion hat Russland sein völkerrechtlich umstrittenes Recht auf die ukrainische Halbinsel verteidigt.

„Die Krim und Sewastopol gehören untrennbar zu Russland“, sagte die Vorsitzende des Föderationsrates, Walentina Matwijenko, am Freitag in Moskau.

Nach dem Sturz des prorussischen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in Kiew im Februar 2014 hatten russische Soldaten die Krim besetzt. In einem international nicht anerkannten Referendum stimmte die mehrheitlich russische Bevölkerung der Halbinsel am 16. März für den Beitritt zu Russland. Am 18. März wurde die Krim in die Russische Föderation aufgenommen. Für den Jahrestag am Samstag sind in Russland Feiern geplant.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hoffte darauf, dass die Ukraine früher oder später „die Willensbekundung von Millionen Einwohnern der Krim“ akzeptieren werde. „Weil sie aus der Ukraine ausgetreten und Russland beigetreten sind, haben viele von ihnen ihr Leben gerettet, und vor allem haben viele Zukunft gerettet“, sagte er.

Viele Ukrainer haben die Krim seit 2014 verlassen, die Minderheit der Krimtataren lebt unter schwerem Druck der russischen Behörden. „Die Rechte der Krimtataren sind grob verletzt worden“, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel. Die Europäische Union erkenne die illegale Annexion der Krim nicht an. Auch das US-Außenministerium bestätigte anlässlich des Jahrestags der Annexion, dass die Krim „ein Teil der Ukraine“ sei.

apa/dpa

stol