Mittwoch, 14. März 2018

Dutzende Tote bei Kämpfen in Ost-Ghouta und Afrin

Auch zu Beginn des achten Kriegsjahrs gehen die Kämpfe in Syrien mit unverminderter Härte weiter.

Ost-Ghouta ist weiter unter Beschuss. - Foto: APA (AFP)
Ost-Ghouta ist weiter unter Beschuss. - Foto: APA (AFP)

Bei syrischen und russischen Luftangriffen auf die Rebellenhochburg Ost-Ghouta bei Damaskus starben demnach mindestens 25 Zivilisten, während Kranke und Verletzte die umkämpfte Enklave verlassen konnten.

Bei Luftangriffen der türkischen Armee nahe der Kurdenstadt Afrin im Norden wurden am Mittwoch zehn regierungstreue Kämpfer getötet, wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Die türkischen Bombardements hätten sich gegen einen Kontrollpunkt auf der einzigen Straße zwischen Afrin und Gebieten unter der Kontrolle von Syriens Machthaber Bashar al-Assad mit den Ortschaften Nubul und Sahraa gerichtet, erklärte die Beobachtungsstelle. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, bei einer „türkischen Aggression” auf den Ort Badina in der Kurdenregion Afrin seien mindestens neun Zivilisten getötet worden.

Zugleich rückte die türkische Armee weiter auf Afrin vor. Die Stadt mit ihren 350.000 Menschen werde „bis zum Ende des Tages” vollständig eingekreist sein, hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld von Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Wenige Stunden zuvor hatte Erdogan in einer Rede vor Anhängern in Ankara noch einen militärischen Sieg im Laufe des Tages angekündigt. Die kurdische Seite hatte diese Äußerung als „Träumerei” zurückgewiesen. „Wir werden den Widerstand fortsetzen, was immer es kosten wird”, sagte der Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Afrin, Brosik Hassakah.

apa/dpa/ag.

stol