Mit einer Wallbox lässt sich das Elektroauto ganz bequem zu Hause aufladen. Sie kann in der Garage installiert werden, aber auch an einem Carport. Ein Überblick ...<BR /><BR /><Fett>Brauche ich eine Wallbox oder reicht auch eine Steckdose?</Fett><BR />Das Laden an der normalen Haushaltssteckdose ist zwar generell möglich, aber langwierig und auch riskant. Aufgrund der geringen Ladeleistung von 2,3 Kilowatt dauert das Laden mindestens 10 bis 12Stunden. Durch diese Dauerlast können Kontakte und Leitungen überhitzen – es besteht Brandgefahr. Zum Vergleich: Wallboxen haben eine Ladeleistung von 11 bis 22 Kilowatt.<BR /><BR /><Fett>Was benötigt man für die Installation einer Wallbox?</Fett><BR />Zuerst einmal einen ausreichend dimensionierten Stromanschluss. Der muss gegebenenfalls neu verlegt werden, in der Regel reicht die normale Hausinstallation nicht aus. Die Wallbox wird über eine separat abgesicherte Zuleitung an die Hausinstallation angeschlossen.<BR />Wallboxen brauchen außerdem geeignete Schutzeinrichtungen gegen Gleich- und Wechselstromfehler, die verhindern, dass Personen einen Stromschlag bekommen, wenn eine Leitung defekt oder ein Kontakt feucht geworden ist. Die Installation einer Wallbox ist nichts für Laien, sie gehört immer in die Hände eines Fachbetriebes.<BR /><BR /><Fett>Was gilt es zu beachten, wenn die Wallbox im Carport hängen soll?</Fett><BR />Die Wallbox sollte vor Witterung geschützt sein, also etwa vor Regen. Im Carport kann es sich auch anbieten, ein Modell zu wählen, das besonders gut mit starker Hitze zurechtkommt. Werden die Geräte zu heiß, reduzieren sie die Ladeleitung oder schalten sich sogar vollständig ab.<BR />Zudem sollte der Abstand zwischen Auto und Wallbox nicht zu groß sein. Lange Kabel und Adapter, die längere Distanzen überbrücken, sind immer Gefahrenquellen. Und die Carport-Wand sollte stark genug sein, um dort eine Wallbox aufzuhängen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968116_image" /></div> <BR /><BR /><Fett>Wie unterscheiden sich die verschiedenen Wallbox-Modelle?</Fett><BR />Unterschiede gibt es in der Ladeleistung, dem Bedienkomfort, der Ausstattung und der Konnektivität, also der Möglichkeit der Vernetzung der Wallbox.<BR />Eine Wallbox mit einer Ladeleistung von bis zu 11 Kilowatt reicht zu Hause völlig aus. Nur wenige Fahrzeuge können mehr als 11 Kilowatt Ladeleistung nutzen. Wer eine Wallbox mit einer höheren Leistung von 22 Kilowatt und mehr installiert, muss einen stärkeren Stromanschluss und größere Kabel einplanen. Wallboxen haben entweder einen einphasigen oder einen dreiphasigen Anschluss. Für einphasige Anschlüsse ist eine Ladeleistung von maximal 4,6 Kilowatt zulässig. Dreiphasige Versionen sind für 11 oder bis zu 22 Kilowatt gedacht. Diese Leistung wird auch in Zukunft für den Einsatz im privaten Bereich ausreichend sein, sind sich Experten sicher. Das Fahrzeug steht ja die ganze Nacht und manchmal auch tagsüber zu Hause. <BR /><BR /><Fett>Gibt es Förderungen für Wallboxen?</Fett><BR />Ja, neben der Kaufprämie für E-Fahrzeuge werden auch private Ladesysteme (sog. Wallboxen) gefördert. Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, muss ein entsprechender Antrag bei der Abteilung Mobilität des Landes Südtirol gestellt werden. Zudem muss der Antragsteller seinen Wohnsitz in Südtirol haben und über einen Autoabstellplatz zur Installation des Ladesystems verfügen.<BR />Für jedes Ladesystem wird ein Beitrag von 80 Prozent der zugelassenen Ausgabe bis zu einem Höchstbetrag von 1000Euro gewährt. Privatpersonen können Beiträge für maximal 3 Ladesysteme gewährt werden. Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss jede Wallbox von einem Elektriker installiert und abgenommen werden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968119_image" /></div> <BR /><BR /><Fett>Kann man Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage zum Aufladen nutzen?</Fett><BR />Das wäre sogar der Idealfall. Damit lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom sinnvoll erhöhen. Das Fahrzeug dient gewissermaßen als Stromspeicher.<BR />In der Praxis allerdings hat der Plan seine Tücken: Denn mit Sonnenstrom lässt sich die Batterie des E-Autos tagsüber laden – wobei dann viele Autofahrer nicht zu Hause sind. Nichtsdestotrotz kann die Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wallbox eine gute Möglichkeit sein, um umweltfreundlich unterwegs zu sein und Geld zu sparen. Wichtig dafür ist die Einbindung in ein hauseigenes Energie-Managementsystem. Voraussetzung ist eine Wallbox, die mit der PV-Anlage kommunizieren kann und den Strom aus der Sonne vorrangig nutzt.<BR />