Sonntag, 05. Dezember 2021

Ehrenamt in Not: Mahnwache auf Sigmundskron

Am Sonntag, am internationalen Tag des Ehrenamtes, hat der Südtiroler Schützenbund am Eingang auf Schloss Sigmundskron ein Zeichen für das Laut Aussendung in Not geratene Südtiroler Ehrenamt gesetzt. Mit der Verlesung und Veröffentlichung eines Manifests – umrahmt von Spruchbändern und Fackeln – wollte der Südtiroler Schützenbund öffentlich die angeblich „argen Umstände im Ehrenamt“ aufzeigen.

Auf Schloss Sigmundskron hielten die Schützen eine Mahnwache ab.
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Auf Schloss Sigmundskron hielten die Schützen eine Mahnwache ab. - Foto: © Schützen
Der Bundesausschuss und die 7 Bezirksleitungen des Südtiroler Schützenbundes stellten sich vor dem Schlosstor in Formation zu einer Mahnwache auf. „Dieser geschichtsträchtige Ort wurde bewusst gewählt. Bereits 1957 wurden arge Umstände im Land auf diesem Schloss kundgetan. Wir geben heute ebenfalls – wie Magnago damals formulierte – unser deutsches Wort, dass wir weiter kämpfen und niemals aufhören werden, uns für unser Land einzusetzen, wenn es beschnitten und bedroht wird“, sagte Landeskommandant Renato des Dorides.

Nach seinen einleitenden Worten wurden sieben Spruchbänder von Majoren der Bundesleitung mit begleitenden Gedanken vorgestellt.
„Ihr verschenkt das Ehrenamt an Rom, ist das der Lohn?“, „Es war einmal das Ehrenamt…“, „Ehrenamt - Fluch oder Segen für unser Land?“, „Südtiroler Ehrenamt! Wo bleibt die Autonomie?“ oder „Stärkt das Ehrenamt, nicht die Bürokratie!“ waren die Fragen und Forderungen auf einigen der sieben Spruchbänder.

Es folgte die Verlesung des Manifests durch den Landeskommandanten. Darin fordert der Südtiroler Schützenbund den Südtiroler Landtag auf, durch ein eigenes Landesgesetz das Ehrenamt in Südtirol in der bis heute bewährten Form zu retten, um nicht auch in diesem Bereich die autonomen Befugnisse aus der Hand zu geben.

Abschließend gibt der Südtiroler Schützenbund noch einen bekannten Gedanken zum Ehrenamt mit: „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist!“

fm

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