Montag, 02. März 2015

"Ein Beispiel für Inklusion und Mehrsprachigkeit"

Ungewohnten Besuch erhielten kürzlich einige Kindergärten im Gadertal. Im Mittelpunkt standen dabei die Lernmethoden und die Aufgabenbereiche der Kindergärtnerinnen.

Beim Besuch im Kindergarten von La Ila/Stern. Foto: LPA/rc
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Beim Besuch im Kindergarten von La Ila/Stern. Foto: LPA/rc

Die Arbeitsweise in den Kindergärten, die Entwicklung der didaktischen Lernmethoden und die komplexen Aufgabenbereiche der Erzieherinnen kennenlernen: Dies waren das Ziel des Besuches des Landesrats für ladinische Bildung und Kultur Florian Mussner. Gemeinsam mit Schulinspektor Roland Verra war er in einigen der Kindergärten im Gadertal zu Gast.

Die Kindergärten der ladinischen Tälern, von denen es insgesamt 17 gibt (11 im Gadertal und sechs in Gröden), arbeiten mehrheitlich nach spezifischen Erziehungsprogrammen, die auf die Besonderheiten der ladinischen Minderheit zugeschnitten sind. Ziel ist es, die Kinder schon im Vorschulalter in den Bereichen der Inklusion, der Mehrsprachigkeit und der Alphabetisierung zu unterstützen. Um sich über die Arbeit der Erzieherinnen zu informieren und die praktische Anwendung der Lehrmaterialien zu beobachten, hat gestern der zuständige Landesrat Florian Mussner gemeinsam mit dem Schulinspektor Roland Verra, der Direktorin Hannelore Insam, der Inspektorin Edith Ploner und der Inklusions-Beaufragten Carla Comploi die Kindergärten von Corvara, Stern und Wengen besichtigt.

Mussner: "Kompetenz und Professionalität"

"Es ist schön zu sehen mit welcher Kompetenz und Professionalität sich die Erzieherinnen Tag für Tag um die Kinder kümmern", so Landesrat Mussner, der weiters betont, dass der Kindergarten das ideale Umfeld sei, um die ersten Schritte in Richtung Mehrsprachigkeit und Inklusion zu machen. "Der Bildungsweg beginnt schon in Vorschulalter, und es ist wichtig, hier schon mit den richtigen Ansätzen die Kinder in den Bereichen der Alphabetisierung und der Mehrsprachigkeit zu fördern", erklärte Mussner.

Auch Schulamtsleiter Roland Verra zeigte sich erfreut über die hohe Professionalität, die an den Tag gelegt wird. "In den Kindergärten ist eine gute Mischung zwischen Improvisation und strukturiertem Vorgehen zu erkennen", berichtete Verra, "dies ist die Basis für eine erfolgreiche Sozialisierung und Bildung der Kinder."

LPA

 

stol