Mittwoch, 15. Juli 2015

Ein einsamer Mann in den Stadien des Lebens

Im Rahmen von Tanz Bozen kommt der französische Choreograf Olivier Doubois mit seinem Projekt „Les Mémoires d’un seigneur“ am Donnerstag nach Bozen.

Olivier Doubois kommt mit seinem Projekt "Les Mémoires d’un seigneur“ nach Bozen. Foto: Francois Stemmer
Olivier Doubois kommt mit seinem Projekt "Les Mémoires d’un seigneur“ nach Bozen. Foto: Francois Stemmer

Die Uraufführung seiner neuen Choreografie findet im Stadttheater Bozen um 21 Uhr statt. Anschließend gibt es im Foyer das Künstlergespräch mit dem Choreografen.

Bei der Aufführung steht ein Profitänzer, Sébastien Perrault mit etwa dreißig Amateuren auf der Bühne. Unter den 18- bis 65-jährigen Männern sind auch Südtiroler mit am Start.

Der Siegreiche König

Doubois will mit seinem Projekt die Geschichte eines unendlich einsamen Mannes erzählen. „Es ist auch die Geschichte eines siegreichen Königs. Er ist ein Mann, der für seine Nation seines Seins beraubt wurde. Drei Epochen werden durchquert: ein Zeitalter der Macht und der Kultur, ein Zeitalter der Angst und Barbarei und ein Zeitalter des Abschieds und des Todes“, schreibt der Choreograf in seinen Aufzeichnungen.

Die Aufführung ist in sechs Kapitel gegliedert: "Die Zeit", "Die Ordnung der Welt", "Die Kultur", "Die kleine Bühne des Tyrannen", "Der Gesang des Krieges" und "Abschied".

Mit in sein Werk eingeflossen sind Ausschnitte aus Albert Camus „Caligula“, „De morali principis institutione“ von Vincent de Beauvais und ein kurzer Text von Dubois selbst.

Umrahmt wird die Aufführung mit der Musik von François Caffenne. Der Musiker selbst bezeichnet seine Klänge als „halb musikalisch, halb akustisch von der Atmosphäre des Stückes und seines tyrannischen Protagonisten geprägt, von Macht und Gewalt“.

stol

stol