Die Situation der Feuerwehr in der kleineren Gemeinde verschlechtert ständig. Deshalb soll sie sich, mit derer in der größeren Nachbargemeinde zusammenschließen. Der Vorstand Florian Brandner (Arnold Hofer) setzt all seine Kräfte dafür ein, dies abzuwenden und vernachlässigt dabei sogar seine Familie. Brigitte, seine Frau (Evi Hofer), hatte hierfür kein Verständnis mehr und jagt Florian, der nur mit einer Unterhose bekleidet ist, mit der Bratpfanne in der Hand aus dem Haus. Und – was bleibt ihm anderes übrig, als sein Notquartier im Spritzenhaus aufzuschlagen. Aber, anstatt eine ruhige Nacht zu verbringen, wird er überfallen und niedergeschlagen. Ein Drohbrief sorgt für weitere Aufregung.Der Verdacht bestätigt sich, dass da seine Frau dahinter steckt. Auch Tochter Eva (Andrea Marth) macht sich inzwischen für einen Zusammenschluss stark, da ihre zartbesaitete Verbindung ins Nachbardorf u. zur Konkurrenz-Feuerwehr führt. Trotzdem lässt sich Florian nicht beirren und plant mit seinen Mitstreitern, dem alternden Dorfcasanova Johannes (Ivan Hofer) und dem etwas einfältigen Stotterer Bernhard (Alois Haller), das große Feuerwehrfest. Lustige zweideutige Gesangseinlagen werden mit Unterstützung des sangesfreudigen Dorfpfarrers Kaslinger(Lorenz Hofer) geprobt und Bernhard versucht es mit einer Stripteaseeinlage. Dass dabei die Kehlen trocken werden, versteht sich von alleine.An flüssigem Vorrat fehlt es im Spritzenhaus nicht. Alsbald steht der Tisch voll leerer Bierflaschen. Sie verstehen eben nicht nur, wie ein Brand, sondern auch Durst gelöscht wird. Mittlerweile ist nicht nur Florian Opfer von Misshandlungen geworden. Auch Bernhard hat inzwischen von seiner Frau das Nudelholz über die Birne gezogen bekommen und der Dorfpfarrer steht unter der Fuchtel seiner überaus frommen Häuserin Anna Rehbein (Marta Widmann). Deshalb suchen alle Zuflucht im Spritzenhaus. Als Sittenwächterin verfolgt sie ihn auf Schritt und Tritt und versucht ihn, von allen weltlichen lumpigen Einflüssen zu bewahren. Vor allem ist auch er nicht abgeneigt, bei jeder Gelegenheit ein kühles Blondes durch seine Kehle rinnen zu lassen.Die humorvolle Aufführung, gepaart mit vielen originellen Sprüchen und den hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure, hatte die Bauchmuskeln des Publikums arg strapaziert. Mit begeistertem Applaus wurde die Theatergruppe dafür belohnt.Für die richtige Schminke und perfekte Frisuren sorgte das Team Kathrin Kofler, Erna Ennemoser und Petra Schweigl. Licht – und Tontechnik oblag in den Händen von Lorenz Hofer.Unterstützt wurde die Heimatbühne vom Südtiroler Theaterverband, von der Raiffeisenkasse Passeier, von der Gemeindeverwaltung von St. Leonhard und von der FFW-St. Leonhard. Text / Foto: Bernadette PfeiferOrtschronistin, St. Leonhard