Donnerstag, 16. Juli 2015

Einmal streicheln: Merkel und das weinende Flüchtlingsmädchen

Selten hat ein Dialog von Kanzlerin Angela Merkel mit Bürgern so viel Aufsehen erregt wie nun ein Gespräch mit Schülern in Rostock.

Foto: Screenshot/YouTube
Foto: Screenshot/YouTube

Unter dem Oberbegriff #merkelstreichelt reagierten am Donnerstag zahlreiche Bürger auf Twitter mit heftiger Kritik auf Merkels Verhalten gegenüber einem Flüchtlingsmädchen palästinensischer Abstammung. Es gab aber auch Stimmen, die Merkels Reaktion als professionell bezeichneten.

Das Kind berichtete während einer Veranstaltung in der von der Regierung gestarteten Gesprächsreihe „Gut leben in Deutschland“ über die Belastungen während des Asylverfahrens. Jüngst habe die Familie kurz vor der Abschiebung gestanden und nun eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung, erzählte das Mädchen.

Merkel wird klar und deutlich

Merkel äußerte Verständnis, verwies aber auf die deutschen Gesetze, die für alle Flüchtlinge gelten. Sie sprach dabei auch von einer „harten Politik“. Ferner machte sie deutlich, dass Deutschland nicht alle Menschen aufnehmen könne, die sich hier ein besseres Leben erhofften. Daraufhin brach das Kind in Tränen aus. Merkel versuchte, das Mädchen zu trösten.

dpa

stol